Bonn - Bonner Kunsthistorikerin erhält Paul-Clemen-Preis

Bonner Kunsthistorikerin erhält Paul-Clemen-Preis

Von: dpa
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Bonn. Die Bonner Kunsthistorikerin Daniela Wilmes hat den mit 10.000 Euro dotierten Paul-Clemen-Preis erhalten.

Wilmes hat sich in ihrer Doktorarbeit mit der Preisbildung für Kunstwerke befasst. „Atemberaubend” und „zuweilen erschütternd” seien die Forschungsergebnisse, so Gutachterin Prof. Anne-Marie Bonnet von der Universität Bonn.

Wilmes hatte die Aktivitäten von fünf privaten Galerien in Köln nach dem Ende des zweiten Weltkriegs untersucht. Dabei sei deutlich geworden, dass keineswegs der Markt allein die Preise bestimme. Gezielte Schachzüge der Protagonisten im Kölner Kunsthandel, in einem dichten Beziehungsgeflecht miteinander verbunden, hätten den Wert der Kunstwerke jener Zeit beeinflusst.

Der Kunsthandel habe auch eine gravierende Rolle bei der Neudefinition und -bewertung der Moderne gespielt. Unter den vielen bisher unbeachteten Quellen stammten auch einige aus dem Kölner Stadtarchiv. Wilmes hatte ihre Recherchen abgeschlossen, bevor das Archiv einstürzte. Sie lebt in Aachen.

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