Bonner Kongresszentrum kostet noch 74 Millionen Euro

Von: ddp-nrw
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Bonn. Die Fertigstellung des umstrittenen Kongresszentrums WCC Bonn im ehemaligen Regierungsviertel kann noch bis zu 74 Millionen Euro kosten.

Wie der Insolvenzverwalter der früheren Bauherren am Donnerstag mitteilte, könnte bei optimalem Verlauf das Kongresszentrum nach einem Jahr eröffnet werden. Allerdings müsse zunächst ein geeigneter Betreiber gefunden werden, der das bisherige Grundkonzept übernehmen will. Als Folge des Insolvenzverfahrens ruhen derzeit die Bauarbeiten.

Die Bausubstanz sei gut, es gebe nur wenige Mängel. Daher sei es wirtschaftlich sinnvoll, auch weiter mit den bisher beauftragten rund 150 Nachunternehmern zusammenzuarbeiten, sagte der Insolvenzverwalter weiter. Bislang sind bereits 136 Millionen Euro in das zu etwa 70 Prozent fertiggestellte Projekt investiert worden.

Zum World Conference Center Bonn gehören bislang der ehemalige Plenarsaal des Deutschen Bundestages sowie das historische Wasserwerk, in dem ebenfalls der Bundestag getagt hat. Im Mittelpunkt der Affäre steht ein Erweiterungsbau, der vor allem den in Bonn angesiedelten UN-Organisationen dienen sollte. Dafür sollten ein First-Class-Hotel und ein Kongresszentrum für bis zu 5000 Delegierte errichtet werden.

Das amerikanische Unternehmen SMI Hyundai hatte im Jahr 2005 den Zuschlag für den Bau erhalten. Die Bauarbeiten für das Konferenz-Gebäude sollten ursprünglich Ende 2009 abgeschlossen sein. Im Februar 2009 wurde bekannt, dass die Kosten des Projekts von ursprünglich 140 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro gestiegen waren. Die zusätzlich erforderlichen 60 Millionen Euro konnten vom Investor nicht aufgebracht werden, der daraufhin Insolvenz anmeldete.

Die Stadt Bonn bemüht sich derzeit, den Grundbesitz des Konferenzzentrums wieder zu übernehmen, um das Großprojekt in eigener Regie abzuschließen. Dazu soll es am 25. März eine Sondersitzung des Stadtrats geben.
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