Region - Böller, Brände, Blaulichtfahrten: Silvester in der Region

Böller, Brände, Blaulichtfahrten: Silvester in der Region

Von: red/pol
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Feuerwerk Dom Neujahr 2017
Geböllert wurde reichlich in der Silvesternacht in der Region - wenn auch nicht immer ganz friedlich. Foto: Martin Ratajczak

Region. Ohne größere Katastrophen, aber durchaus nicht eintönig verlief der Jahreswechsel aus polizeilicher Sicht in der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren und Heinsberg. Unter anderem rückten die Beamten aus wegen eines Mannes, der seinen Kopf immer wieder gegen ein Buswartehäuschen schlug und wegen einer Gruppe, die ausländerfeindliche Parolen brüllte.

Die Polizei der Städteregion Aachen zog am Sonntag eine „durchweg positive“ Bilanz nach der Silvesternacht. Wie immer hätten die Ordnungshüter viel zu tun gehabt und wurden zu insgesamt 188 Einsätzen gerufen; 2015 waren es allerdings noch 231 gewesen.

Anlässe waren zumeist Körperverletzungen (mit 14 waren es 3 weniger als im Vorjahr), Streitigkeiten (14 wie im Vorjahr), Schlägereien (mit 6 war es eine weniger als im Vorjahr), Sachbeschädigungen (10 im Gegensatz zu 8 im Vorjahr) und Randale (7, wie im Vorjahr).

„So erfreulich es war, dass die Menschen überwiegend friedlich feierten, so unerfreulich war die Tatsache, dass einige verantwortungslos mit Pyrotechnik umgingen“, sagte Polizeisprecher Paul Kemen. Mehrere Menschen wurden durch Feuerwerkskörper verletzt. 19 Mal rückten die Ordnungshüter aus, weil Anrufer meldeten, dass zumeist Jugendliche Pyrotechnik unter Fahrzeuge oder Böller in Glascontainer, Hecken oder in Richtung vorbeifahrender Autos warfen.

In Aachen wurde die Polizei zu insgesamt 104 Einsätzen gerufen; darunter 7 Körperverletzungen. Gegen 0.30 Uhr wurden Beamte während eines Einsatzes an der Brücke Halifaxstraße von einer Person beleidigt. Als sie den Tatverdächtigen ansprachen, leistete er Widerstand. Während seiner Ingewahrsamnahme wurden die Beamten und der Funkwagen aus der Menschenmenge heraus mit Böllern geworfen, die Verursacher konnten unter den Feiernden nicht ausgemacht werden.

Im Kollenbruch im Stadtteil Brand sprengten Unbekannte gegen 22.45 Uhr einen Zigarettenautomaten; vermutlich mit einem illegalen Feuerwerkskörper. 

Zum Jahreswechsel sperrte die Polizei wegen des hohen Besucheraufkommens zur Sicherheit die Brücke auf der Turmstraße und die Burtscheider Brücke. Die Feierlichkeiten dort verliefen störungsfrei.

In Eschweiler musste die Polizei zu 24 Einsätzen ausrücken, zumeist wegen Körperverletzung und Pyrotechnik. Zwei Personen wurden in der Nacht in Dürwiß und in Bergrath leicht verletzt, weil sie von Jugendlichen mit Böllern beworfen wurden.

Gegen 22.50 Uhr randalierte am Bushof eine Person. Der Mann schlug immer wieder mit dem Kopf gegen die Glasscheibe einer Haltestelle. Als er zum eigenen Schutz in Gewahrsam genommen werden sollte, leistete er Widerstand.

In Stolberg verzeichnet die Polizei 18 Einsätze. Eine junge Frau wurde gegen 1.10 Uhr ins Krankenhaus eingeliefert, weil sie in der Mausbacher Kurt-Schumacher-Straße von einem Böller getroffen worden war. Die Beamten nahmen noch im Krankenhaus die Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung auf. Der Verursacher ist bekannt.

In der Eifel kam es insbesondere in Simmerath zu nur 5 polizeilichen Einsätzen wegen Ruhestörung und einem Feuer. Gegen 2 Uhr rückten Feuerwehr und Polizei zu einem Dachstuhlbrand in der Heidestraße aus. Die vier Hausbewohner wurden anderweitig untergebracht. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

In Würselen kam es insgesamt zu 18 Polizeieinsätzen; zumeist wegen Körperverletzung, Ruhestörung und Pyrotechnik. Gegen 0.15 Uhr wurde die Polizei zu einer Schlägerei zwischen zwei Personengruppen in die Lehnstraße gerufen. Während des Einsatzes wurden zwei Beamte mit einer Flasche beworfen und dadurch leicht verletzt. Drei Mal rückten die Beamten aus, weil Jugendliche Feuerwerkskörper auf vorbeifahrende Autos warfen.

In Alsdorf kam es zu 9 Polizeieinsätzen; zumeist wegen Feuerwerks und Streitigkeiten. Auf der Goethestraße in Warden wurde eine Frau von einem Böller getroffen und ins Krankenhaus gebracht.

In Herzogenrath wurde die Polizei 8 Mal zu Einsätzen wegen Pyrotechnik, Körperverletzung und Ruhestörung gerufen.

In Baesweiler kam es zu 2 Einsätzen von Polizeikräften wegen Pyrotechnik und Ruhestörung.

Im Kreis Düren spricht die Polizei in ihrem Bericht vom „üblichen Szenario“. Es gab 40 Einsätze mit direktem Silvesterbezug. Bei sechs Einsätzen waren Körperverletzungen der Grund.

Kurz vor 1 Uhr kam es in Düren-Echtz zum Streit auf offener Straße zwischen mehreren jungen Männern. Es soll zu wechselseitigen Körperverletzungen und dem Hinterherwerfen von Feuerwerkskörpern gekommen sein. Drei Beteiligte wurden leicht verletzt.

Im Umfeld einer Feierlichkeit auf Schloss Burgau eskalierte gegen 2 Uhr ein Streit. Dabei soll ein 28-Jähriger aus Köln einem 25-Jährigen aus Nideggen eine Glasflasche auf den Kopf geschlagen haben. Der Jüngere wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor soll der Kölner selbst durch einen noch unbekannten Beteiligten geschlagen worden sein.

Im Dürener Stadtteil Gürzenich sollen nach 23 Uhr aus einer umherziehenden Gruppe junger Deutscher mehrfach volksverhetzende und ausländerfeindliche Parolen gerufen worden sein. Die Polizei hat die Personalien aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet.

Gegen 3.30 Uhr kam es in Inden-Frenz auf der Straße zur Schlägerei, nachdem es zuvor bereits Streit in einer Eschweiler Diskothek gegeben haben soll und die Beteiligten den Tanzklub hatten verlassen müssen. Ein junger Mann aus Eschweiler soll anschließend einen 19-Jährigen bis zu seinem Haus mit dem Auto verfolgt haben. Dort kam es dann zu einer Schlägerei mit dem Indener und dessen Vater gekommen sein. Der Täter flüchtete.

Sechs mal musste die Feuerwehr in der Silvesternacht im Kreis Düren ausrücken. So überprüfte die Polizei nach einem Hinweis eine Lagerfeuerszene am Rande einer Silvesterfeier im Stadtteil Düren-Gürzenich. „Das wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn nicht die verschmolzenen Reste eines Einkaufswagens aus dem Feuer gelugt hätten“, heißt es im Polizeibericht. Das Überbleibsel konnte einem Geschäft in der Nähe zugeordnet werden.

Auch im Kreis Heinsberg verlief der Jahreswechsel ruhig. Die Polizei musste 17 mal ausrücken. Vier Körperverletzungen wurden in Geilenkirchen, Erkelenz und Heinsberg angezeigt. Insgesamt wurden fünf Personen leicht verletzt.

In Geilenkirchen löste gegen 1.20 Uhr vermutlich ein Feuerwerkskörper einen Feuerwehreinsatz aus. Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Bachstraße kam es zu einer Rauchentwicklung. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bekommen.

In Wegberg wurde ein 17-jähriger Zweiradfahrer angehalten, der alkoholisiert und ohne Fahrerlaubnis unterwegs war.

In Übach-Palenberg fiel auf der Roermonder Straße ein 23-jähriger Autofahrer alkoholisiert auf.

Ebenso ging in Wassenberg auf der Kirchstraße ein 24-jähriger Autofahrer der Polizei ins Netz. In beiden Fällen wurde eine Blutprobe angeordnet sowie der Führerschein sichergestellt.

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