Blutiger Nachbarschaftsstreit: Viele Fragen ungeklärt

Von: Marlon Gego
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Am Tag nach dem blutigen Nachbarschaftsstreit sind immer noch ein paar Fragen offen. Foto: Ralf Roeger Foto: Ralf Roeger

Aachen/Heinsberg. Auch am Tag nach dem Eskalieren eines Nachbarschaftsstreits in Heinsberg-Unterbruch sind nicht alle Fragen geklärt. Wie genau ist der Angriff eines 75-jährigen Vaters und seines 35-jährigen Sohnes auf die vier Polizisten abgelaufen, die nur zur Deeskalation eines Nachbarschaftsstreits gerufen worden waren?

Wie kann es sein, dass der Vater nach einem Schuss in den Oberschenkel stirbt? Nur eines steht fest, und es ist eine gute Nachricht: Alle am Einsatz beteiligten Polizisten sind inzwischen außer Lebensgefahr.

Die Informationen, die die Aachener Staatsanwaltschaft am Freitag geben konnte oder wollte, waren eher spärlich. Gerüchte, denen zufolge die lärmenden Kinder der Nachbarin regelmäßig und auch am Donnerstagmorgen Anlass für Streitereien gewesen sind, konnte Staatsanwalt Jost Schützberg am Freitag jedenfalls nicht bestätigen.

Dass das Verhalten des 35-jährigen Sohnes, der am Donnerstagmorgen mit einer Eisenstange und einem Messer vor der Tür der Nachbarin gestanden hatte, auch auf eine psychiche Erkrankung zurückzuführen sein könnte, hält Schützeberg für „sehr wahrscheinlich“.

Der 35-Jährige ist mittlerweile in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden, während die Untersuchungen gegen ihn noch andauern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, der Ermittlungsrichter des Aachener Amtsgerichtes hält den Angriff des 35-Jährigen allerdings eher für gefährliche Körperverletzung.

Während des plötzlichen Messerangriffs von Vater und Sohn hatte einer der vier Polizisten, die zuerst vor Ort waren, dem Vater in den Oberschenkel geschossen. Obwohl schnell Notärzte am Tatort waren, starb der Vater. Staatsanwalt Schützeberg geht im Moment davon aus, dass er verblutete, die Ermittlungen dauerten aber noch an. Ebenso wie die Vernehmung der Polizisten, vorläufige Ergebnisse der Befragung wollte Schützeberg am Freitag nicht bekanntgeben.

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