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Blindgänger von Euskirchen womöglich in Beton versteckt

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:
Euskirchen
Ein Bagger sei bei Erdarbeiten gegen 13.30 Uhr auf eine im Boden liegende Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen, die daraufhin explodierte.
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Ein Bagger sei bei Erdarbeiten gegen 13.30 Uhr auf eine im Boden liegende Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen, die daraufhin explodierte.
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Ein Bagger sei bei Erdarbeiten gegen 13.30 Uhr auf eine im Boden liegende Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen, die daraufhin explodierte.
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Ein Bagger sei bei Erdarbeiten gegen 13.30 Uhr auf eine im Boden liegende Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen, die daraufhin explodierte.

Euskirchen. Der tödliche Blindgänger von Euskirchen könnte laut Polizei in einem Betonblock versteckt gewesen sein. Damit hätte sich der provisorische Umgang mit den Sprengkörpern vor rund 70 Jahren gerächt.

Beim Recycling von Bauschutt war der Blindgänger explodiert. Vermutlich sei unbemerkt mit dem Schutt eine Weltkriegsbombe oder Luftmine angeliefert worden. Woher der Schutt stammte, sei nicht mehr nachzuvollziehen. Der Bagger, der die Explosion ausgelöst hat, war mit einem Greifarm ausgestattet und hatte den Bauschutt zerkleinert.

Sollte der Blindgänger tatsächlich in Beton eingegossen gewesen sein, habe der 50-jährige Baggerfahrer keine Chance gehabt, die tödliche Gefahr zu erkennen. Zwei weitere Mitarbeiter der Baufirma im Alter von 23 und 46 Jahren überlebten die Explosion schwer verletzt. Unter den Verletzten seien auch zwei Polizisten, bestätigte die Polizei am Sonntag. Sie könnten aber voraussichtlich an diesem Montag ihren Dienst wieder aufnehmen.

Eine gewaltige Druckwelle hatte am Freitag in mehreren hundert Metern Umkreis Schäden angerichtet, die auch am Samstag noch nicht beziffert werden konnten. Fensterscheiben zersplitterten, Autos wurden demoliert, Garagentore herausgerissen, Fassaden beschädigt. „Es gehen nach wie vor Schadensmeldungen ein”, sagte der Polizeisprecher am Samstag. Es sei aber offenbar keines der beschädigten Gebäude einsturzgefährdet.

Bislang habe sich bei den Ermittlungen kein Straftatverdacht ergeben. Spezialisten des Landeskriminalamts hatten am Samstag die Unglücksstelle vermessen - dazu war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Es seien Metallteile des Blindgängers und Sprengstoffspuren sichergestellt worden. Die weiteren Auswertungen sollen nun klären, um welche Art Kriegshinterlassenschaft es sich gehandelt hat. Der 50 Jahre alte Baggerfahrer arbeitete für eine Firma aus Euskirchen, die das Gelände zur Lagerung und zum Recyceln von Bauschutt angemietet hatte.

Die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes gehen davon aus, dass es sich bei der Munition um eine Bombe oder Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg gehandelt hat. Luftminen werden als Blindgänger wesentlich seltener entdeckt als die häufigeren Fünf- oder Zehn-Zentner-Bomben. Zuletzt wurde eine nicht gezündete, 1,8 Tonnen schwere Luftmine im November in Dortmund entschärft.

Im Jahr 2012 machte der Kampfmittelräumdienst in NRW 706 Bomben unschädlich. Fast immer geht es dabei glimpflich ab. Allerdings konnten 2012 in München und Viersen erhebliche Schäden nicht vermieden werden, als Bomben mit gefährlichen Säurezündern am Fundort gesprengt werden mussten.

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