Blende 2014: Zeigen Sie uns Ihre besten Fotos!

Letzte Aktualisierung:
7710884.jpg
Ganz nah dran, knallrot oder in Bewegung: Bei unseren drei diesjährigen Blende-Themen haben Sie die Qual der Wahl. Foto: Lukas Gawenda / www.lukas-gawenda.de
7710892.jpg
Ganz nah dran, knallrot oder in Bewegung: Bei unseren drei diesjährigen Blende-Themen haben Sie die Qual der Wahl.
7710832.jpg
Ganz nah dran, knallrot oder in Bewegung: Bei unseren drei diesjährigen Blende-Themen haben Sie die Qual der Wahl.
7711459.jpg
Achtung, Rot! Bei unserem ersten Wettbewerbsthema „Die Farbe Rot“ spielen rote Akzente die Hauptrolle.

Aachen. Mit dem Fotowettbewerb Blende 2014 eröffnen wir Ihnen, unseren Lesern, auch in diesem Jahr die große Chance, dass Ihre Aufnahmen den privaten Raum verlassen und sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zeigen Sie uns Ihr fotografisches Können – nicht nur die Kamera ist entscheidend, sondern Ihr Auge für Motive.

Lassen Sie uns teilhaben an Ihrer fotografischen Interpretation, zeigen Sie uns Ihr Können, Ihre Kreativität, Ihr Spiel mit Zeit und Blende! Wenn Sie mit Ihren Aufnahmen zu den Siegern unserer Zeitung gehören, erhalten Sie in der bundesweiten Endausscheidung eine zweite Chance: Unser Partner, die Prophoto GmbH, hat dort Preise im Wert von mehr als 35.000 Euro ausgelobt. Mit Spannung erwarten wir bis zum 6. September Ihre Bilder zu den vorgegebenen Themen:

1. „Die Farbe Rot“: Mit diesem Thema kann man sich gar nicht ernsthaft auseinandersetzen, ohne die Welt irgendwann durch eine rot getönte Brille zu sehen. Dabei ist es wie mit allem, auf das man sich bewusst konzentriert: Es fällt einem plötzlich auf, wo überall Rot drauf ist, drinsteckt – oder auf einmal verschwunden ist.

Nur ein Beispiel: Anfang der neunziger Jahre war fast jedes zweite neu verkaufte Auto in Deutschland rot. Und heute? Schwarz wohin der Blick fällt. Rote Fahrzeuge sind selten geworden, dafür stechen sie andererseits aus der grauen Masse heraus. Zurück zum Thema: Rot ist eine der Grundfarben und der Mensch, ob als Maler, Designer oder Fotograf, mischt sie mit anderen Farben, wie er gerade lustig ist – und wie der Modegeschmack es gerade vorgibt. Als Fotograf muss man zunächst wissen, dass Rot die kräftigste aller Farben ist.

Naturfotografen lassen rote Objekte – eine Tulpe, einen gefleckten Käfer oder den glutroten Feuerball beim Sonnenuntergang – nicht irgendwo im Bild auftauchen, sondern setzen sie mit Bedacht dahin, wo ihre dominante Wirkung noch unterstrichen wird. Fotografen, die bewusst mit der Farbpalette arbeiten, achten auf die Gefühle, die Rot beim Betrachter weckt. Dabei ist zu beachten, wie die Farbe eingesetzt wird. Ein flächig verteiltes, abgestuftes, pastellartiges Rot steht für Wärme, für Geborgenheit, ja geradezu klischeehaft für Erotik. Ein scharf begrenztes rotes Objekt in einem Bild heißt: Achtung! Rot ist nämlich schon von Natur aus eine Signalfarbe.

2. „Der Teufel steckt im Detail – Kleines ganz groß“: Alle Leser, auch die, die nicht über ein spezielles Makroobjektiv verfügen, sind angesprochen, uns „Kleines ganz groß“ vor Augen zu führen. Warum sind die kleinen Dinge so spannend? Weil Nahaufnahmen von Tieren, Pflanzen, aber auch von Geräten oder Maschinen, Ordnung zeigen, wo das Auge möglicherweise nur Chaos wahrnimmt, wenn es das Ganze sieht. Dabei kann es sich um ein Detail, wie das Facettenauge einer Fliege, das Ventil eines Reifens, das Messer eines Fleischwolfes handeln. Aber auch die Steckdose oder das Türschloss sind mögliche lohnenswerte Motive für unser diesjähriges „Blende“-Thema.

Schon mit einem Normalobjektiv, dessen Naheinstellungsmöglichkeiten ja begrenzt sind, können Sie Muster und Farben zur Geltung bringen, indem Sie nahe an Ihr ausgewähltes Motiv herangehen. Makroobjektive eignen sich natürlich besser für formatfüllende Detailaufnahmen. Bei so starker Vergrößerung wird allerdings die Scharfeinstellung sehr kritisch, weshalb ein Stativ dann ein Muss ist. Zwischenringe für das Normalobjektiv sind eine preiswerte Alternative zum Makroobjektiv. Die Schärfentiefe ist bei allen Nahaufnahmen grundsätzlich sehr klein. Um dieses Problem zu lösen, sollten Sie möglichst stark abblenden; selbst bei Blende 22 wird ein Objekt oft nicht durchgehend scharf. Bei Tageslichtaufnahmen bedeutet die kleine Blende, dass man helle Sonne benötigt, um noch mit einer praktikablen Verschlusszeit arbeiten zu können.

3. „In Bewegung“: Unscharfe und verwackelte Bilder gehören in den Papierkorb – so steht es in vielen Fotobüchern. Für den Anfänger mag das gelten, nicht unbedingt für den Könner. Zwischen den fehlerhaft „verwackelten“ und den mit Absicht zu lang belichteten oder „mitgezogenen“ und deshalb absichtlich „verwackelten“ Bildern können große Unterschiede bestehen. „Blende“ ist ein Fotowettbewerb, der Sie auffordert, einmal gegen die bekannten Regeln zu verstoßen, ja sogar das „Verwackeln“ zu üben.

Bewegung im Foto wiederzugeben, ist eigentlich unmöglich, ja sogar eine Paradoxie: hier das fotografische Einfangen einer winzigen Zeitspanne, die normalerweise in Hundertstelsekunden gemessen wird, dort ein Bewegungsablauf, der eine längere Zeitdauer beansprucht. Dieser Widerspruch lässt sich auflösen, wenn man dem Wettbewerbsthema ein einziges Wort anhängt und es als „Bewegung im Bild symbolisieren“ interpretiert.

Motive, mit denen Sie bei „Blende 2014“ erfolgreich sein können, gibt es in kaum zu überblickender Vielzahl: der Junior im Gummiboot beim Paddeln, der erste Rollerausflug, die Tochter beim Schieben des Puppenwagens, bei der Jagd auf Hühner oder Gänse, der Start eines Modellflugzeugs, der Anlauf beim Drachensteigen, Seilhüpfen, der Dackel auf Verfolgungsjagd, jedes Karussell, der Hammer auf dem Weg zum Nagel.

Alles, was sich bewegt, kann durch eine langsame Verschlusszeit in Bewegungsspuren übertragen werden. Selbst eine Schnecke kann, lange genug belichtet, wie ein Rennläufer wirken. Hier kommt es auf die richtige Bildidee an, denn die Technik ist fast immer die gleiche. Der perfekte Techniker hat dabei sicherlich keine größeren Chancen als alle anderen, die nur gelegentlich der Fotografie nachgehen. Das Repertoire kreativer Fotografie bietet aber noch weitere Möglichkeiten an, Bewegung im Bild sichtbar zu machen.

Die bekannteste ist sicherlich das „Zoomen“ während der Aufnahme. Dadurch lassen sich sogar bei stillstehenden Objekten Bewegungen vortäuschen. Das wird erreicht durch gleichzeitiges Auslösen und Verstellen der Brennweite eines Zoomobjektivs. Dabei ist meist die Bildmitte relativ scharf, von dort aus scheint sich das Motiv strahlenförmig zum Rand hin auszubreiten, zu explodieren.

Hier geht's zum Wettbewerb

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert