Bleibt der Tod eines Dreijährigen ungeklärt?

Von: hau
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symbol holland niederlande polizei Symbolfoto: dpa
Der leblose Junge war von der Mutter und ihrem 30-jährigen Freund aus Vaals leblos entdeckt und noch ins Aachener Uniklinikum gebracht worden, wo aber die Wiederbelebungsversuche der Ärzte erfolglos blieben.

Vaals/Aachen. Der Tod des dreijährigen Max am 17. April letzten Jahres in Vaals wird wohl ungeklärt bleiben. Die Staatsanwaltschaft Maastricht hat die Ermittlungen gegen die jetzt 30-jährige Mutter jetzt aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Sprecherin Cindy Reijnders: „Sie ist keine Verdächtige mehr.“ Damit ist ein juristischer Schlusspunkt unter eine ungewöhnliche Familientragödie gesetzt worden.

Der leblose Junge war von der Mutter und ihrem 30-jährigen Freund aus Vaals leblos entdeckt und noch ins Aachener Uniklinikum gebracht worden, wo aber die Wiederbelebungsversuche der Ärzte erfolglos blieben. Die Ärzte schöpften Verdacht, weil die Verletzungen nicht mit der Erklärung eines Treppensturzes übereinstimmten, und schaltete die Kripo ein.

Daraufhin war die Frau einen Tag später festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Sie war später in die Niederlande ausgeliefert worden, weil die Behörden in Maastricht zuständig waren, da der Tod des Jungen auf niederländischem Gebiet eingetreten war. Nach einigen Monaten wurde sie aber aus der Haft entlassen worden.

Nach dem Freund war gefahndet worden. Er tauchte ab und hat sich knapp eine Woche später nach einer spektakulären Verfolgungsjagd mit der Polizei in der Nähe von Hasselt das Leben genommen. Der Niederländer war Polizisten in Bilzen durch seine sonderbare Fahrweise aufgefallen.

Als sie ihn kontrollieren wollten, ergriff er die Flucht. Die wilde Verfolgungsjagd spielte sich auf den Straßen von Bilzen, Hoeselt und Kortessem ab, wobei der flüchtige Fahrer mehrere Gewehrschüsse auf die Polizisten abgab. In Diepenbeek gelang es dann, den Pkw einzukesseln. Doch ehe der 30-Jährige festgenommen werden konnte, nahm er sich das Leben.

Die Mutter schob anschließend die Schuld für den gewaltsamen Tod des Jungen auf den 30-Jährigen, das Gegenteil konnte ihr von den Ermittlern nicht nachgewiesen werden. Sie hofft nun nach Angaben ihres Anwalts, mit ihrem anderen Sohn zusammenleben zu können, der bei seiner Familie untergebracht ist.

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