Aachen - Bio-Medizintechnik belebt den Campus

Bio-Medizintechnik belebt den Campus

Von: Berthold Strauch
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Viergeschossiger Neubau: das Z
Viergeschossiger Neubau: das Zentrum für Bio-Medizintechnik am Klinikum.

Aachen. Die Region schreibt Geschichte - wieder einmal, sagt Helmut Greif: Der Geschäftsführer der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) ist überzeugt, dass die Agit wie 1983, als dieses Strukturförder-Instrument ins Leben gerufen wurde, auch mit dem am Mittwoch offiziell gestarteten Neubau des Zentrums für Bio-Medizintechnik (ZBMT) bundesweit an der Spitze der Bewegung treten werde.

Hier entsteht mit einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro das erste Gebäude des vielgerühmten RWTH-Campus.

Es bündelt junge, aufstrebende Unternehmen der Life-Science-Branche, also der Lebenswissenschaften, mit solchen, die sich wirtschaftlich bereits in diesem zukunftsträchtigen Markt etablieren und attraktive Job-Perspektiven entwickeln konnten. Hier werde ein Projekt realisiert, das „Wissen vermehrt”, so der Aachener Planer Günter Carpus, von dessen Büro der Entwurf für das ZBMT stammt. Im Schatten des Universitätsklinikums ist die tiefe Baugrube bereits ausgehoben. Bagger wuseln durch den „Pratsch”, wie die Öcher sagen, um die Fundamente des Gebäudes vorzubereiten. Das regnerische Wetter sorgte dafür, dass der symbolträchtige erste Spatenstich „im Saale” stattfand.

Die Immobilie wurde notwendig, weil sich die Uniklinik dank unzähliger neuer Forschungsvorhaben ausdehnen möchte und das jetzige Medizintechnische Zentrum (MTZ), den „Brutkasten” für vermarktungsreife medizinische Ideen, gekauft hat. Spätestens im Mai 2011 soll das Uniklinikum das MTZ übernehmen.

Bis dahin muss der Neubau stehen. Ralf Wagemann, nebenamtlicher Geschäftsführer der städtischen Gewerbegrundstücks-Gesellschaft (Gegra), die Investorin, ließ keinen Zweifel daran, dass dieses ehrgeizige Ziel erreicht werde. Wagemann ist im Hauptberuf Mitglied des Vorstands der Sparkasse Aachen.

Bei der Gegra zur Seite steht ihm Manfred Sicking, Co-Dezernent für Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen. Sorgen um die Auslastung ihres ersten Cluster-Bausteins brauchen sich die Verantwortlichen nicht zu machen: Fast alle Einheiten - verfügbar sind 4120 Quadratmeter Büro- und Laborfläche - wurden bereits fest vergeben, die Mietverträge sind nur noch Formsache.

Zu den künftigen Nutzern wird auch Ralph Nussbaum mit seiner Firma Analytical Services gehören - ein Aushängeschild des ZBMT: Denn erst in der vergangenen Woche holte Nussbaum beim Gründerwettbewerb der Aachener Region den Sieg in der Kategorie Wachstum. Bis 2013 will der Spezialist für analytische Qualitätskontrolle in der Pharmabranche von sieben auf 16 Mitarbeiter anwachsen.

Der Raum Aachen zähle zu den „gründungsstärksten Medizintechnik-Regionen Deutschlands”, machte Oberbürgermeister Marcel Philipp deutlich. Bereits rund 200 Start-up-Unternehmen seien hier entstanden. Und das Forschungsnetzwerk rund um die Exzellenz-Universität „produziert” ständig neuen Nachschub...
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