Bilanz des Blitzmarathons: Einige Raser unterwegs

Von: red
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Auch in der Städteregion Aachen kontrollierte die Polizei Tausende Autofahrer, so wie hier in Aachen.
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Raser im Visier: Nach dem Blitzmarathon zog die Polizei am Freitag Bilanz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Aachen/Düren/Heinsberg. Der traurige Spitzenreiter war ein Motorradfahrer: Mit 170 Kilometern pro Stunde wurde der 54-Jährige aus Bonn von der Polizei im Raum Düren geblitzt - ein Negativrekord beim Blitzmarathon am Donnerstag. Am Freitag zogen die Dienststellen in der Region Bilanz: Die meisten Fahrer hielten sich zwar an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten - es gab aber auch reichlich Ausreißer, die jetzt Ärger bekommen.

In der Städteregion Aachen wurden den Tag über rund 26.200 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Davon waren 715 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. Der schnellste Raser innerorts war in Stolberg auf der Höhenstraße in einer Temo-30-Zone 61 km/h schnell und muss nun seinen Führerschein für einen Monat abgeben. In Aachen wurde ein Fahrer auf der Eupener Straße mit 85 Stundenkilometern in einer Tempo-50-Zone gemessen.Außerorts fuhr ein Autofahrer auf der B258 in Höhe Marienbildchen 20 km/h zu schnell, bei vorgeschriebenen 70 km/h.

Besonders negativ fiel auf der Grünenthaler Straße in Aachen eine 34-jährige Autofahrerin auf. Sie war nicht nur mit gemessenen 41 km/h in einer 30er-Zone vor einer Schule unterwegs, sondern hatte auch zwei nicht angeschnallte Kinder im Alter von zwei und sechs Jahren auf der Rückbahnk. Zu ihrer Entschuldigung gab sie an, dass sie „den Sechsjährigen nur schnell zu Schule bringen wolle“. Ein Bußgeld und ein Punkt in der Verkehrssünderdatei waren die Quittung. 

„In Würselen wird sich ein 42-jähriger Aachener auch noch länger an den Blitz-Marathon erinnern, weil er mit einem abgelaufenen niederländischem Führerschein unterwegs war“, berichtete die Polizei der Städteregion am Freitagmittag.

Im Kreis Düren kontrollierten die Beamten bis Mitternacht fast 6000 Verkehrsteilnehmer. In nur 201 Fällen gab es Grund zur Beanstandung, da die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde, bei den meisten Fahrern nur geringfügig. Anders allerdings bei dem 54-jährigen Biker aus Bonn. „Mit einer Geschwindigkeit von 170 Km/h hatte er 70 Km/h zu viel auf dem Tacho“, berichtete die Polizei. Auf den Bonner kommen ein sattes Bußgeld und ein mehrmonatiger Führerscheinentzug zu.

An den 25 Messstellen im Kreis Heinsberg wurden bis Mitternacht insgesamt etwas mehr als 11.000 Fahrzeuge überprüft. 218 Autofahrer müssen wegen Tempoüberschreibung Verwarnungsgelder zahlen. 17 Temposünder waren so schnell unterwegs, dass sie mit einer Anzeige rechnen müssen. In einer Tempo-70-Zone war ein Verkehrsteilnehmer außerhalb geschlossener Ortschaften 41 km/h zu schnell unterwegs und muss mit einem Fahrverbot rechnen.

„Den traurigen Rekord konnte jedoch ein Fahrzeugführer in Hückelhoven auf der Gladbacher Straße für sich verbuchen“, berichtete die Polizei in Heinsberg. Er wurde mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 48 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften gemessen. Auch ihn erwarten ein Fahrverbot und ein hohes Bußgeld. Sechs Fahrer waren ohne Gurt unterwegs und mussten ein Verwarngeld zahlen. Vier Fahrer bekamen Anzeigen, weil sie während der Fahrt Handys bedienten.

Im Kreis Euskirchen waren von rund 6700 kontrollierten Fahrzeugen 518 zu schnell unterwegs. Ein Autofahrer fuhr in Rheder mit 89 Km/h. „Er muss mit einem Monat Fahrverbot, zwei Punkten und einer Geldbuße samt Gebühren von 185,50 Euro rechnen“, meldete die Polizei.

In Ostbelgien beteiligten sich die Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel am europaweiten Blitzmarathon. An zwölf Kontrollstellen wurden insgesamt 3042 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 63 zu schnell unterwegs. Auch in Belgien gab es vereinzelte Raser: „In der Zone Eifel lag die Höchstmessung in der 70er-Zone bei 124 Km/h“, berichtete ein Pressesprecher in Eupen. Spitzenreiter im Bereich Weser-Göhl war ein Fahrer, der in einer 50er-Zone mit 85 km/h gemessen wurde.

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