Karlsruhe/Köln - BGH hebt Urteil zu getötetem Kind auf

BGH hebt Urteil zu getötetem Kind auf

Von: dapd-nrw
Letzte Aktualisierung:

Karlsruhe/Köln. Der Bundesgerichtshof hat am Donnerstag ein Urteil des Kölner Landgerichts aufgehoben, nach dem ein 38-Jähriger wegen Tötung seiner dreijährigen Tochter zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war.

Die damaligen Richter hatten es als erwiesen angesehen, dass der Mann das Kind im November 2007 geschlagen und dadurch getötet hatte. Der BGH gab nun dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Revision statt. Das bedeutet, dass eine andere Strafkammer des Landgerichts das Strafmaß neu verhandeln und der Vater vermutlich mit einer höheren Strafe rechnen muss.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Gefängnis für den Mann gefordert. Die Verteidigung, die ebenfalls Revision eingelegt hatte, ging von einem Unglücksfall aus und forderte Freispruch.

Der Mann soll seine Tochter in einem Waldstück nahe der Ford-Werke in Merkenich vergraben haben. Die Leiche des Mädchens wurde nie gefunden. Dort, wo der Vater seine Tochter angeblich vergraben hatte, war das komplette Erdreich für den Bau einer Gasleitung abgetragen worden.
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