Betrunkener rammt RWTH-Bus: 14 Verletzte

Von: red
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Bei dem Unfall wurden elf Personen verletzt, drei davon schwer. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf/Aldenhoven. Ein offenbar betrunkener Autofahrer hat Mittwochmorgen auf der Autobahn 44 einen schweren Unfall ausgelöst, bei dem 14 Menschen verletzt wurden. Die A44 war für etwa fünf Stunden zwischen dem Kreuz Aachen und der Abfahrt Aldenhoven gesperrt.

Um 7.16 Uhr war zwischen Alsdorf und Aldenhoven ein 28-Jähriger, der einen BMW mit Heinsberger Kennzeichen fuhr und nach Polizeiangaben betrunken war, mit seinem Auto auf einen Kleinbus aufgefahren. In dem Bus saßen Angehörige der RWTH auf dem Weg zu einer Exkursion in Bottrop.

Der 28-Jährige war offenbar bereits vor dem Unfall durch seine Fahrweise in Schlangenlinien aufgefallen. Kurz hinter Alsdorf fuhr er dann auf das Heck des mit elf Menschen besetzten Kleinbusses aus Aachen auf. Der 36-jährige Busfahrer verlor daraufhin die Kontrolle über das Fahrzeug, es geriet ins Schleudern, prallte gegen die Mittelleitplanke und kippte schließlich auf die rechte Seite.

Eine 25-jährige Frau im Kleinbus wurde eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Zwei weitere Fahrgäste (24 und 26 Jahre) erlitten schwere, acht weitere im Alter von 22 bis 30 Jahren leichte Verletzungen. Die BMW-Insassen (24, 28 und 29 Jahre) wurden ebenfalls leicht verletzt. Durch umherfliegende Trümmerteile wurden zwei weitere Pkw beschädigt.

RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg äußerte sich in einer Mitteilung tief betroffen: „Wir sind erschüttert und traurig. Wir werden alles uns Mögliche aufbieten, um den Betroffenen und ihren Angehörigen beizustehen.“ Ihr tiefstes Mitgefühl gelte den Betroffenen, ihren Familien und Freunden. Dieses dramatische Ereignis zeige, dass man bei aller Vorsicht vor Unvorhergesehenem nicht geschützt sei, „aber wir werden alles versuchen, um den Schaden für die Betroffenen so klein wie möglich zu halten“, teilte Schmachtenberg mit.

Die Feuerwehr bemängelte, dass am Mittwoch erneut keine Rettungsgasse gebildet worden sei, so dass die Einsatzkräfte nur erheblich verzögert zum Unfallort vordringen konnten. „In solchen Fällen kann es um Sekunden gehen“, kritisierte Christoph Simon, Sprecher der Feuerwehr Alsdorf.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war das Alter der eingeklemmten jungen Frau falsch angegeben. Die Polizei hat ihre ursprünglichen Angaben später korrigiert.

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