Aachen - Betrunkener 16-Jähriger zerlegt drei Autos: Zwei Verletzte in Aachen

Betrunkener 16-Jähriger zerlegt drei Autos: Zwei Verletzte in Aachen

Von: os
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Unfall Jugendlicher
An allen drei Wagen entstand Totalschaden. Foto: Polizei Aachen
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Der ausgebrannte Wagen des Unfallversursachers. Foto: Polizei Aachen

Aachen. Es war auch so schon eine verbotene Spritztour mit schlimmen Folgen, doch hätte alles noch viel schlimmer ausgehen können: Denn als ein 16-Jähriger am Dienstagmorgen auf der Reinhardstraße in Forst mit dem Mercedes seines Opas in zwei parkende Fahrzeuge krachte, hatten der laut Polizei alkoholisierte Unfallfahrer und seine nicht viel nüchterneren Beifahrer noch Glück im Unglück.

Nach dem Aufprall gegen 5.15 Uhr kippte der Wagen mit dem trunkenen Trio nämlich auf die Seite und fing Feuer. Doch irgendwie gelang es dem 16-Jährigen und seinen 17 und 20 Jahre alten Begleitern, sich aus dem Wrack zu befreien.

In Widersprüche verstrickt

Als kurz darauf Polizei und Feuerwehr an der Unfallstelle eintrafen, standen die drei jungen Männer jedenfalls neben dem brennenden Mercedes am Straßenrand – der Fahrer unverletzt, seine beiden etwas älteren Freunde mit leichteren Blessuren. Allerdings wollte der 16-Jährige, der keinen Führerschein besitzt, zunächst einmal nicht einräumen, dass er am Steuer gesessen hatte.

Im Gegenteil: Laut Polizeisprecher Paul Kemen tischte er den Beamten vor Ort zunächst einmal die Geschichte auf, man sei zufällig an der Unfallstelle vorbeigekommen, habe gesehen, dass es sich um den Wagen des Großvaters handele und gehe davon aus, dass wohl jemand diesen gestohlen habe. Im Präsidium, wo die Beteiligten dann einzeln vernommen wurden, habe sich das Trio dann aber „schnell in Widersprüche verstrickt“, so Kemen.

Und schließlich habe einer der Beifahrer den 16-Jährigen dann verpfiffen. Wie dieser sich den Wagen seines Opas angeeignet hat, sei noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen, sagt der Polizeisprecher. Bislang sei lediglich bekannt, dass der Opa derzeit im Urlaub weile – und möglicherweise von der ganzen Bescherung noch nichts weiß.

Auch ohne schwere Personenschäden hat der kapitale Crash in der Reinhardstraße erhebliche Konsequenzen. Der Mercedes, mit dem das Trio unterwegs war, brannte völlig aus. Zwar konnte die Feuerwehr ein komplettes Übergreifen der Flammen verhindern, doch erlitten auch die beiden geparkten Fahrzeuge laut Polizei Totalschaden. Bei dem einen brach die Achse, als der Unfallwagen hineinkrachte, der andere habe „sehr viel Hitze abbekommen“, so Kemen. Für all dies muss sich nun der 16-Jährige verantworten, gegen den wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit am Steuer und Körperverletzung ermittelt wird.

Erst vor knapp zwei Wochen war in Heinsberg ein 15-Jähriger mit einem Auto schwer verunglückt. Der Beifahrer, der Vater des Jungen, starb bei dem Unfall. Gleichwohl seien solche Fälle, in denen Jugendliche unerlaubt Auto fahren, in der hiesigen Region „sehr selten“, sagt Kemen.

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