Belgischer König lässt di Rupo nicht gehen

Von: dpa
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Elio di Rupo
Ein Bild aus besseren Tagen: Die Verhandlungspartner um den königlichen Vermittler und Fraktionsführer der Sozialisten Elio di Rupo (rechts) müssen weiter verhandeln und endlich den Durchbruch schaffen. Di Rupo hatte zwischenzeitlich das Handtuch geworfen, diesmal ging es um den Haushalt. Foto: dpa

Brüssel. Der belgische König Albert II. hat den Sozialisten Elio Di Rupo trotz dessen Rücktrittsgesuchs gebeten, seine Bemühungen um eine Regierungsbildung fortzusetzen. Das teilte der Königspalast nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga in der Nacht mit.

Di Rupo habe sich bei dem Gespräch mit dem König eine kurze Bedenkzeit ausgebeten, um noch einmal die Möglichkeiten einer Einigung mit den sechs zuletzt an den Verhandlungen beteiligten Parteien zu prüfen, hieß es.

Eineinhalb Jahre ohne Regierung

Der designierte Premier hatte am Montag nach wochenlangen erfolglosen Verhandlungen über den Haushalt 2012 das Handtuch geworfen und dem König seinen Rücktritt angeboten, den dieser aber zunächst nicht annahm. Ziel der Etatverhandlungen war es, im kommenden Jahr 11,3 Milliarden Euro einzusparen, was rund 10 Prozent des Haushalts entspricht.

Albert II. appellierte erneut an alle Parteien, die zusätzlich nötigen Anstrengungen zu unternehmen, um die Haushaltsgespräche doch noch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und sich auf eine Regierung zu einigen. Belgien ist seit eineinhalb Jahren ohne gewählte Regierung.

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