Belgischer Atommeiler Tihange soll wieder ans Netz gehen

Von: Christopher Gerards
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Ein Kühlturm des Electrabel Atomkraftwerks in Tihange. Belgien will von 2015 an mit dem Ausstieg aus der Atomkraft ernstmachen. Belgien hat insgesamt sieben Reaktoren in den zwei Atomkraftwerken Doel und Tihange. Foto: dpa

Lüttich. Die belgische Atomkontrollbehörde FANC wird vermutlich noch im Oktober ihre Zustimmung geben, die beiden stillgelegten Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 wieder hochzufahren.

Im Sommer waren die Meiler außer Betrieb genommen worden, weil bei Kontrollen Tausende feiner Risse entdeckt worden waren. Doch soll sich jetzt herausgestellt haben, dass die Risse nicht so schwerwiegend sind, dass beide Reaktoren definitiv geschlossen werden müssen. Belgische Medien berichteten das am Freitag unter Berufung auf Fachleute. Eine offizielle Bestätigung hat es bisher nicht gegeben.

Wann die Meiler wieder hochgefahren werden können, ist unklar. Der Zeitpunkt liege laut verschiedenen Schätzungen zwischen Dezember und März, berichten die belgischen Medien.

Belgien hat insgesamt sieben Reaktoren in den zwei Atomkraftwerken Doel und Tihange. Das Land will von 2015 an aus der Atomkraft aussteigen. Eine dauerhafte Schließung von einzelnen Reaktoren hätte zur Folge, dass andere länger laufen müssten und so der Zeitplan für den Ausstieg in Frage gestellt worden wäre.

Das Kraftwerk Tihange bei Lüttich ist etwa 70 Kilometer von Aachen entfernt, Doel bei Antwerpen etwa 160.
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