Belgische Studenten planen „Fritten-Revolution”

Von: Felix Lennertz
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Was wird aus Belgien? Nur noch 44 Prozent der Belgier bezeichnen sich selbst zuerst als Belgier. Der Konflikt im Drei-Nationen-Staat schwelt seit Jahren und hat in den vergangenen beiden Jahren an Schärfe und Fahrt gewonnen. Foto: dpa

Brüssel/Lüttich. Zehn belgische Studenten planen eine eher ungewöhnliche Aktion. Am 17. Februar wollen sie die „Fritten-Revolution” ausrufen - als Protest gegen den neuen, zweifelhaften belgischen Weltrekord: Das Königreich ist dann den 249. Tag in Folge ohne Regierung.

Im Gegensatz zu der viel beachteten Aktion „Shame”, in deren Rahmen es in vielen belgischen Städten am 23. Januar zu Großdemos gegen Regierungslosigkeit und separatistische Bestrebungen gekommen war, solle die Aktion am 17. Februar durchaus auch einen politischen Charakter haben, sagen die Veranstalter.

Neben der Bewahrung der Einheit Belgiens gehe es ihnen auch um Wahlrechtsreformen und die Verteidigung des belgischen Staates als Sozialstaat.

Die Studenten sind Teil der Plattform „Pas en notre nom/Niet in onze naam (Nicht in unserem Namen)”, die sich als Bewegung gegen separatistische Bestrebungen in Flandern und in der Wallonie richten.

In einer ersten Stufe hoffen die Organisatoren, am 17. Februar um 16.30 Uhr auf dem Groenplaats in Antwerpen etwa 400 Demonstranten zusammen zu bekommen. „Wir sind froh und glücklich, dass wir es in kürzester Zeit geschafft haben, eine behördliche Genehmigung für unsere Aktion zu bekommen”, sagt Luis Munoz von der Jugendorganisation von „Niet in onze Naam Jong”.

Zeitgleich soll es in anderen Studentenstädten in Belgien, darunter Gent, Brüssel, Leuven und Lüttich, zu ähnlichen Aktionen kommen.
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