Belgiens Justiz stellt Ermittlungen gegen Bischof ein

Von: kna
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Brüssel. Die belgische Justiz hat ihre Ermittlungen im Fall des wegen Kindesmissbrauchs zurückgetretenen Bischofs Roger Vangheluwe laut Medienberichten endgültig eingestellt.

Die Zeitung „De Standaard” berichtete am Dienstag, die nach dem umstrittenen TV-Interview des 74-Jährigen Ende April wiederaufgenommenen Ermittlungen hätten keine verwertbaren Informationen erbracht.

Nach Vangheluwes Interview für einen belgischen Privatsender hatten sich Zeugen gemeldet, die von zwei weiteren Missbrauchsfällen wissen wollten. Die Staatsanwaltschaft erklärte jetzt, die Zeugen hätten die mutmaßlichen Opfer aber nicht überreden können, sich selbst an die Justiz zu wenden. Damit seien die Aussagen nicht juristisch verwertbar. Nach dem Interview hieß es, Vangheluwe solle in den 60er Jahren auch zwei Messdiener sexuell missbraucht haben.

Vangheluwe hatte in dem Interview den Missbrauch eines anfangs fünf Jahre alten Neffen zwischen 1973 und 1986 sowie eines zweiten Neffen eingeräumt. Er bestritt ausdrücklich, dass es weitere Übergriffe gegeben habe. Das Interview hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst; die belgischen Bischöfe distanzierten sich von ihrem Amtsbruder.

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