Belgien: Wissenschaftsrat fordert Jodtabletten für alle Bürger

Von: cheb
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Jodtabletten sollen im nuklearen Ernstfall die Schilddrüse vor radioaktiver Strahlung schützen. Foto: Oliver Berg/dpa

Brüssel. Alle Belgier sollten vorsorglich Jodtabletten erhalten, empfiehlt der belgische Wissenschaftsrat in einem neuen Gutachten. Im Falle eines nuklearen Unfalls in den Atomkraftwerken Tihange und Doel sollen die Tabletten die Schilddrüsen vor radioaktiver Strahlung schützen.

Innenminister Jan Jambon wieß darauf hin, dass diese Empfehlung an die Atomaufsichtsbehörde Fank nicht bindend sei. „Wir sind voll dabei, den Notplan für Nuklearunfälle zu überprüfen“, erklärte er laut Nachrichtenagentur Belga. Er versprach in den kommenden Monaten den neuen Noteinsatzplan zu konkretisieren, berichtete das belgische Nachrichtenportal Grenzecho. Bisher erhalten nur Menschen im Umkreis von 20 Kilometern rund um die Kraftwerke Jodtabletten.

Die belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange werden stark kritisiert, da sie als veraltet und unsicher gelten. Internationale Aktionsbündnisse und Politiker fordern immer wieder die Abschaltung der Meiler.

Das Kraftwerk Tihange bei Lüttich liegt rund 65 Kilometer Luftlinie von Aachen entfernt. Auch in der Städteregion wurde die vorsorgliche Ausgabe von Jodtabletten mehrfach thematisiert.

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