Bei Haverkamp darf über die RWTH laut gelacht werden

Von: abt
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Lädt sich RWTH-Gäste ein: Kabarettist Wendelin Haverkamp.

Aachen. Einmal im Jahr darf mal richtig über die RWTH gelacht werden. Ob ihre Exzellenz allerdings auch über sich selber lachen kann, wird man am Mittwoch, 19. Juni, beim nunmehr fünften einschlägigen Versuch von Wendelin Haverkamps „Privatissimo“ erleben können, beim „freien Spiel von satirischem Kabarett, mitreißender Musik und Gesprächen mit hochgelehrten Gästen“.

Chemie, Medizin und Bauingenieurwesen haben die Professoren der drei Gesprächsrunden einst studiert. Haverkamp dürfte sich also exzellent mit einer Reihe schlitzohriger Fragen präpariert haben, da Humor ja nicht unbedingt zu den Berufungsvoraussetzungen bei solchen akademischen Disziplinen gehört.

Unvermeidlich Spaß wird die scheinbar erledigte Campusbahn abwerfen. Sehr dafür engagiert hatte sich Dirk Vallée, Leiter des Instituts für Städtebauwesen und Stadtverkehr. Der erste Gesprächsgast kann allerdings auch gut einstecken – man darf also gespannt sein, wie er für eine „selbstkritische Prüfung des Fortschritts in der Wissenschaft“ eintritt, nachdem die Aachener Bevölkerung das für Straßenbahnprojekt im März mit einer satten Zweidrittelmehrheit abgewatscht hatte. Zur angemessenen Einführung wird das Puppenkabarett „Pech & Schwefel“ die schönsten Abstrusitäten aus seinem Erfolgsstück „Schampusbahn“ zum Besten geben.

„Begeistern, befähigen, Wir-Gefühl erhöhen“: Das, und noch viel mehr („Gleichstellung und Diversity stärken“) ist der Job von Doris Klee an der TH, und ganz oben. Klee ist Prorektorin für Personal- und wissenschaftlichen Nachwuchs – und Miterfinderin der sogenannten „Goldenen Regeln“ einer familiengerechten Personalführung. „Work balance“ und „leaky pipeline“ sind in diesem Zusammenhang beachtenswerte Phänomene. Haverkamp: „Wollten wir nicht immer schon mal wissen, was das bedeutet?“. Wollten wir?

Mindestens so ernst ist, was man Karl Zilkens zu einem ziemlich aufregenden Thema fragen kann: Warum wird an deutschen Kliniken immer mehr operiert? Braucht man unbedingt ein neues Knie, wenn man trotz des kaputten alten nicht unzufrieden mit dem Leben ist? Zilkens, ein Arzt mit stattlichen Erfahrung als Chirurg, Orthopäde und Mensch wird einige fundierte Antworten parat haben.

Viel mehr als „nur“ Musik steuern schließlich zwischendurch Uwe Rössler und sein Tiffany-Ensemble bei, „die größten Geisterfahrer, seit es Salonmusik gibt“.

Karten für die um 20 Uhr in der Couven-Halle, Kármánstraße 17 in Aachen, beginnende Veranstaltung gibt es zu 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) im MediaStore Großkölnstraße 56 (gegenüber der Nikolauskirche).

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