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Behörden beäugen Hunderte Schrottimmobilien

Von: dpa
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Kein Strom, keine Toilette: Wer in einer solchen Wohnung lebt, ist ganz unten angekommen. Schrottimmobilien sind ein drängendes Problem. Als Mieter werden oft Zuwanderer ausgebeutet. Foto: Maja Hitij/dpa

Duisburg. Schrottimmobilien, die zu Wucherpreisen vermietet werden, sind in vielen deutschen Städten zu einem Problem geworden. Im Ruhrgebiet haben Kontrolleure im vergangenen Jahr mehr als 40 verwahrloste Häuser oder Wohnungen in Gelsenkirchen, Duisburg und Essen aus hygienischen und baulichen Gründen geschlossen.

Mehrere Hundert Gebäude, die Vermieter nach Angaben der Stadtverwaltungen meist zu überteuerten Preisen an Zuwanderer vermieten, werden zudem von den Behörden beobachtet, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hat. Allein die Stadt Dortmund berichtet von mehr als 140 Problemhäusern in ihrem Stadtgebiet.

Nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sind abbruchreife Häuser, die an arme Menschen vermietet werden, insbesondere in strukturschwachen Städten zu finden. Aber auch in Problemvierteln wohlhabender Städte seien Bruchbuden zu finden, etwa in Frankfurt am Main oder Hamburg. Besonders betroffen sind Duisburg, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen. Neben dem Ruhrgebiet betrifft das Problem aber auch Bremen, Bremerhaven, Kiel, Saarbrücken, Frankfurt an der Oder oder Cottbus.