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Bauern kämpfen mit Traktor in der Fußgängerzone für faire Preise

Von: dpa
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Frederick Hirzel Bauernverband Mecklenburg-Strelitz Frühstückteller Landwirt
Frederick Hirzel, Geschäftsführer des Bauernverbandes Mecklenburg-Strelitz, zeigt einen Frühstückteller mit Agrar-Erzeugnissen. Foto: Stefan Sauer/dpa

Düsseldorf. Bundesweit haben am Mittwoch Landwirte gegen die Billigpreispolitik der Supermärkte protestiert. Auch in Fußgängerzonen und neben Supermärkten in NRW suchten die Bauern die Solidarität der Verbraucher. In 20 Städten in NRW gab es verschiedene Aktionen, um auf den Preisverfall für die Erzeugnisse der Bauern aufmerksam zu machen.

In Gummersbach und Essen etwa boten sie ihre Produkte neben einem Traktor in der Fußgängerzone an. Dabei ließen sie Passanten entscheiden, wie viel ihnen Joghurt, Eier oder Würstchen wert sind.

„25 Cent für einen Liter Milch, 26 Cent von 200 Gramm Wurst, ein Cent von einem Brötchen - das, was Landwirte für Lebensmittel erhalten, ist zu wenig”, kritisierte Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV).

„Es geht darum, bei Verbrauchern Preisbewusstsein für Lebensmittel zu schaffen und die Politik mehr in die Verantwortung zu nehmen”, erklärte eine RLV-Sprecherin. Immer weniger Konzerne konzentrierten sich demnach im Lebensmitteleinzelhandel. Diese könnten mit ihrer Marktmacht die Preise drücken.

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