Bauer will Bundesbank um 325 Millionen betrügen

Von: dpa
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Düsseldorf. Ein betrügerischer Rübenbauer aus dem niederrheinischen Willich hat versucht, die Deutsche Bundesbank um 325 Millionen Euro zu erleichtern. Das Düsseldorfer Amtsgericht verurteilte den 38-Jährigen am Donnerstag wegen versuchten Betruges zu zweieinhalb Jahren Haft.

Der mehrfach vorbestrafte Betrüger hatte einen 44-jährigen Vermögensverwalter aufgesucht, sich mit seinen Kontakten in der Finanzwelt gebrüstet, und sich als Erbe eines Unternehmens für Spreewald-Gurken ausgegeben. Gemeinsam mit dem Vermögensverwalter war er dann in der Düsseldorfer Filiale der Bundesbank erschienen und hatte ein Überweisungsformular ausgefüllt.

Von einem frei erfundenen Konto der Bank sollte das Geld auf ein nicht pfändbares Rechtsanwalts-Anderkonto fließen. Doch ein Mitarbeiter der Bundesbank schöpfte Verdacht und rief die Polizei. Die schlug zu und nahm noch in der Filiale den völlig verdutzten Vermögensverwalter fest - der Landwirt hatte sich, als es brenzlig wurde, „zum Rauchen” verdrückt. Der Vermögensverwalter wurde am Donnerstag freigesprochen - das Gericht glaubte ihm, dass er keine Ahnung von dem äußerst gewagten Plan hatte.

„Das sind ja Summen, da kann einem selbst in Zeiten der Bankenkrise schwindelig werden”, sagte der Richter. Dem Gericht hatte der Serienbetrüger weiszumachen versucht, dass die ganze Sache nicht geplant gewesen sei. Er habe sich wichtig machen wollen und sei dann „aus der Nummer nicht mehr herausgekommen”.

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