Bonn - Bahn zahlt 20.000 Euro Schmerzensgeld

Bahn zahlt 20.000 Euro Schmerzensgeld

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Bonn. Nach einem Unfall auf dem Bahnhof in Mechernich (Kreis Euskirchen) zahlt die Deutsche Bahn einer 76-Jährigen 20.000 Euro Schmerzensgeld.

Mit diesem Vergleich endete ­ wie am Donnerstag ein Pressesprecher der DB Regio AG bestätigte - ein Zivilverfahren vor dem Bonner Landgericht.

Als die Rentnerin am 3. Februar 2009 aus dem Zug aussteigen wollte, schlossen sich bereits die Türen, obwohl sie noch auf dem letzten Trittbrett stand. Sie wurde von der Tür auf den Bahnsteig gestoßen. Seit dem Unfall ist die Rentnerin, die sich den Oberschenkelhals mehrfach brach, ein Pflegefall. Trotz zahlreicher Operationen und mehr als fünf Monaten in Kliniken ist ihre alte Beweglichkeit nicht mehr herstellbar. Und sie ist auf einen Rollstuhl angewiesen.

Die 76-Jährige hat der Bahn fahrlässiges Verhalten des Zugbegleiters vorgeworfen und 25.000 Euro Schmerzensgeld gefordert. Ein Strafverfahren gegen den 52-Jährigen Zugbegleiter vor dem Amtsgericht Euskirchen im Februar 2010 war wegen geringer Schuld eingestellt worden. Der 52-Jährige sollte der Frau aber 1000 Euro zahlen. Der Zugbegleiter hatte im Prozess beteuert, dass er die Frau nicht gesehen habe, als er an dem Unfalltag mit dem „Achtungspfiff” die Abfahrt des Regionalzuges angekündigt und die Schließung der Türen ausgelöst hatte.

Die Homepage wurde aktualisiert