Bahn nach Köln: Gleis überraschend wieder frei

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Grund für die Sperrungen sind Brückenarbeiten an den Eisenbahnüberführungen. Foto: Rose

Düren/Langerwehe. Eigentlich sollte der Bahnverkehr auf der Strecke Düren-Aachen ab Mittwochmorgen wieder nach Plan fahren. Und auf den ersten Blick stand dem auch nichts im Wege. Die Bauarbeiten an drei Brücken zwischen Düren und Langerwehe waren am Mittwochmorgen abgeschlossen, die Gleiskörper wiederhergestellt.

Züge aber fuhren dennoch keine, weder die der Regionalexpresslinien RE 1 und 9, noch die Euregiobahn und der Fernverkehr. Der Grund: „Die Arbeiten an den Endlagern einer Brücke waren aufwendiger als erwartet, so dass ein neues statisches Gutachten erstellt werden muss“, begründete ein Bahnsprecher am Mittwochmittag die anhaltende Vollsperrung zwischen Düren und Langerwehe.

Zu diesem Zeitpunkt ging der Bahnsprecher noch davon aus, dass die Sperrung bis Freitagnacht andauern würde. Am Abend dann die Kehrtwende. Gegen 20 Uhr teilte die Bahn mit, dass die erforderlichen technischen Nachberechnungen abgeschlossen seien und der Zugverkehr auf der Strecke Düren-Aachen mit Betriebsbeginn am Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr wieder in vollen Umfang aufgenommen würde.

Am Mittwoch noch mussten Pendler zwischen Langerwehe und Düren auf Busse umsteigen. Nach dem Chaos am Dienstag hatte die Bahn nach eigenen Angaben Servicekräfte an die beiden Bahnhöfe beordert, die den Reisenden den Weg zu sechs Ersatzbussen wiesen, die zwischen beiden Haltepunkten pendelten. Zwischen Aachen und Langerwehe wurde ein zusätzlicher Zug-Pendelverkehr im 30-Minuten-Takt eingerichtet. Reisende mussten sich auf Verspätungen von bis zu einer Stunde einstellen.

Bahnreisende müssen jedoch in den kommenden Wochen weiterhin mit Beeinträchtigungen rechnen. Im Zusammenhang mit den Brückenbauarbeiten kündigt die Bahn weitere Sperrungen zwischen Düren und Langerwehe von Montag, 12. Juni, bis Sonntag, 18. Juni, jeweils zwischen 21.15 und 4 Uhr an.

Parallel beginnen in zwei Etappen Arbeiten an Lärmschutzwänden in Düren und Langerwehe mit einer Gesamtlänge von fünf Kilometern, in die die Bahn rund acht Millionen Euro investiert. Für die Pendler bedeutet das: Vom 12. bis 18. Juni werden die Züge der RE1 in den Nachtstunden zwischen Düren und Langerwehe in beiden Richtungen durch Busse ersetzt. Um den Anschluss zu gewährleisten, fahren die Züge von Aachen bis Langerwehe in dieser Zeit bis zu 29 Minuten früher ab, von Langerwehe nach Aachen bis zu 27 Minuten später.

Weitere Arbeiten folgen in den Nächten vom 26. Juni bis 15. Juli. In diesem Zeitraum werden die Züge der RE1 und die Euregiobahn zwischen Düren und Langerwehe durch Busse ersetzt, die Abfahrtszeiten der Züge zwischen Aachen und Langerwehe werden wieder so wie zwischen dem 12. und 18. Juni angepasst.

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