Bahn kündigt Bauprojekte an: Strecke gesperrt

Von: dpa/mgu
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Bahn im Bau: In Nordrhein-Westfalen will die Deutsche Bahn in diesem Jahr Milliarden verbauen. Symbolfoto: Lukas Schulze/dpa

Duisburg/Aachen. Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr fast 1,1 Milliarden Euro in das Schienennetz in Nordrhein-Westfalen. Damit liege NRW bundesweit auf Platz zwei bei Investitionen und Aufwendungen für die Instandhaltung der Schieneninfrastruktur, berichtete die Bahn am Freitag in Duisburg. Neben Großprojekten wurden auch kleinere Baustellen und Bauarbeiten bei dem Termin vorgestellt.

In unserer Region wird es im Herbst Bauarbeiten auf der Strecke von Aachen nach Mönchengladbach geben, wie die Bahn mitteilte. Vom 24. bis zum 29. Oktober wird es deshalb eine Totalsperrung zwischen Herzogenrath und Geilenkirchen geben. Im Rahmen Arbeiten zum Erhalt der Infrastruktur werden in diesem Abschnitt die Weichen erneuert. Die Arbeiten werden laut Bahn gebündelt, um die Auswirkungen für die Bahnfahrer zur reduzieren.

Von dem Ausfall der Bahn in der ersten Herbstferienwoche betroffen ist unter anderem der Regionalexpress RE 4 (Aachen - Mönchengladbach - Düsseldorf - Dortmund), der zwischen Aachen und Geilenkirchen ausfallen wird. Außerdem wird die Euregiobahn zwischen Herzogenrath und Heerlen, beziehungsweise zwischen Herzogenrath und Eschweiler-St. Jöris, vom 24. bis zum 29. Oktober ausfallen.

Auch im Fernverkehr wird es laut Bahn zu Ausfällen kommen, die Züge werden über alternative Strecken umgeleitet. „Es wird Zeit für einen Wiederaufbau West“, sagte NRW-Bahn-Chef Werner Lübberink. „Wir haben ein Jahrzehnt des Bauens vor uns“, betonte Lübberink. Insgesamt sind mehr als 1000 größere und kleinere Baustellen geplant. Viele Baumaßnahmen werden gezielt in die Schulferien gelegt, weil dann weniger Berufspendler unterwegs sind.

Für die Schieneninfrastruktur werden 660 Millionen Euro ausgegeben. Fast 130 Millionen Euro fließen in die Modernisierung der Bahnhöfe. Dazu zählen die Stationen in Duisburg, Dortmund und Bonn. Das Empfangsgebäude in Münster soll nach zweijähriger Bauzeit im Sommer fertig werden. Rund 260 Millionen Euro sind für Instandhaltung der Schienenanlagen geplant. Die Bahn will Baumaßnahmen bündeln.

Etwa 390 Weichen, rund 512 Kilometer Schienen und 13 Brücken werden erneuert. Ausgetauscht werden 410.000 Schwellen und fast 590.000 Tonnen Schotter. „Ein attraktiver Schienenverkehr braucht eine moderne und verlässliche Infrastruktur“, sagte Lübberink.

Ein wichtiger Baustein für mehr Qualität auf der Schiene sei die Digitalisierung. Mit einem speziellen System der Ferndiagnose könnten drohende Weichenstörungen erkannt und behoben werden. In NRW sind rund 2100 Weichen an das System angeschlossen. 2017 ist ein Jahr der Großbaustellen für die Bahn in NRW. Dazu gehört der Baubeginn in Oberhausen an der Güterverkehrsstrecke Betuwe nach Rotterdam.

Beim sogenannten RRX-Infrastrukturprojekt soll es in Köln losgehen. Dort wird in einem ersten Bauabschnitt der Abstand der Gleise erweitert. Die seit langem geplante Verbindung soll das Ruhrgebiet und das Rheinland besser miteinander vernetzen und Pendler schneller zum Ziel bringen.

Ein großes Vorhaben ist ein neues Stellwerk in Wuppertal. Um die Arbeiten dort zügig voranzubringen, wird die Stadt in den Oster- und Sommerferien komplett vom Zugverkehr abgeschnitten. Ein weiteres Projekt soll Bonn besser mit dem Köln/Bonner Flughafen verbinden. Der Bau der S-Bahn-Verbindung zwischen Troisdorf und dem rechtsrheinischen Teil Bonns hat bereits im November 2016 begonnen.

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