Bahn erleidet Millionenverlust durch Leitungsklau

Von: dapd
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Düsseldorf. Die Deutsche Bahn leidet unter zunehmender Kriminalität im Schienennetz. Diebe haben von Januar bis Oktober dieses Jahres Oberleitungen und Telekommunikationskabel im Wert von 12 bis 15 Millionen Euro entwendet, sagte ein Bahn-Sprecher der „WirtschaftsWoche”.

Der Konzern habe laut eigenen Angaben bereits 2100 Fälle von Diebstahl registriert, das sind 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Diebe hätten es vor allem auf Eisen und Buntmetall abgesehen, insbesondere auf Kupfer.

Härter noch als der materielle Schaden treffen den Konzern die Verzögerungen im Schienenverkehr, die der Kabelklau verursacht. So musste im Sommer ein Teilabschnitt der Strecke Hannover-Berlin über mehrere Stunden gesperrt werden, weil Diebe 800 Meter Metall entwendet hatten. Betroffen seien vor allem Regionen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den ostdeutschen Ländern mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern, heißt es bei der Bahn. Der Konzern will nun statt Kupfer verstärkt Stahl einbauen, der den Dieben beim Wiederverkauf weniger einbringe.
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