AWO-Beschäftigte erhalten 4,5 Prozent mehr Geld

Von: dpa
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Düsseldorf. Die 20.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen erhalten 4,5 Prozent mehr Geld. Darauf hätten sich die Tarifparteien in der dritten Verhandlungsrunde geeinigt.

Das teilte die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch mit. ver.di-Mitglieder erhalten zusätzlich bis zu zwei freie Tage. Am Montag hatten sich etwa 2300 AWO-Beschäftigte an landesweiten Warnstreiks beteiligt.

Die Entgelte der rund 20 000 tarifgebundenen Beschäftigten erhöhen sich ver.di zufolge rückwirkend zum 1. Februar 2009 um 2,25 Prozent. Eine weitere Steigerung um 2,25 Prozent sei ab 1. Oktober 2009 vorgesehen.

„Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen, um einen langen Arbeitskampf zu vermeiden”, sagte AWO-Verhandlungsführer Gero Kettler der dpa. „Der Abschluss ist so nicht zu finanzieren. Wir müssen uns nun defizitäre Einrichtungen und die Produktivität genau anschauen.”

Zum 1. Februar 2010 verständigten sich die Tarifparteien auf nach Entgeltgruppen gestaffelte Einmalzahlungen zwischen 200 und 475 Euro. Die Ausbildungsentgelte steigen ab 1. Februar 2009 linear um 40 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages ende am 31. August 2010.

„Wir haben in schwierigen Zeiten ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt”, bewertete ver.di-Verhandlungsführerin Sylvia Bühler das Ergebnis. Mit den vereinbarten Tarifsteigerungen sei es gelungen, Anschluss an die Bezahlung in kommunalen sozialen Einrichtungen zu halten.

Zufrieden äußerte sich Bühler auch über die Bonusregelung für ver.di Mitglieder. „Damit werden die Kolleginnen und Kollegen belohnt, die solche Tarifergebnisse erst möglich machen.” Für Unorganisierte bleibe die Erkenntnis, dass es sich nicht lohne, am Gewerkschaftsbeitrag zu sparen.

Dass sich die AWO beharrlich geweigert habe, über eine Begrenzung von befristeten Arbeitsverhältnissen und Leiharbeit zu verhandeln, kritisierte Bühler als „Armutszeugnis für einen Wohlfahrtsverband”. Vor allem Kindertagesstätten und Altenpflegeeinrichtungen der AWO waren am Montag von der Arbeitsniederlegung betroffen.

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