Aachen - Autobauer e.GO expandiert gewaltig: 2000 Arbeitsplätze für Aachen

Autobauer e.GO expandiert gewaltig: 2000 Arbeitsplätze für Aachen

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
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Bis 2022 sollen in vier Werken in Aachen jährlich bis zu 100.000 Fahrzeuge produziert werden. Archivfoto: Andreas Steindl

Aachen. Der Aachener Elektroautomobilhersteller e.GO expandiert in einem Maß, das noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wäre. Bis 2022 sollen in vier Werken in Aachen jährlich bis zu 100.000 Fahrzeuge produziert werden. Etwa 2000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze will die e.GO AG schaffen.

Zudem wird die Angebotspalette auf drei Modelle ausgeweitet, wie Unternehmensgründer Günther Schuh am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung erklärte. Dabei ist der erste e.GO noch gar nicht produziert; erst ab Mitte 2018 soll ausgeliefert werden.

Das 2015 gegründete Unternehmen wollte zunächst nur ein einziges Modell anbieten, den „Life“, und davon jährlich 10.000 Stück produzieren. Zu diesem Zweck wurde damit begonnen, auf dem Philips-Gelände in Aachen-Rothe-Erde Werk 1 zu bauen. Seit Mai 2017 steht nun fest, dass e.GO auch den Kleinbus „Mover“ anbieten wird, der bis zu 15 Personen transportieren und autonom fahren können soll. Am Mittwoch nun teilte Schuh erstmals mit, dass die Modellpalette um ein drittes Modell erweitert wird, das „Booster“ heißen und von der Größe mit dem VW Golf vergleichbar sein wird.

Da bereits zum jetzigen Zeitpunkt offensichtlich ist, dass ein einziges Werk nicht alle Fahrzeuge wird produzieren können, entstehen neben Werk 1 weitere drei Werke, voraussichtlich alle auf dem Philips-Gelände. Die Verhandlungen für Werk 1 und 4 sind abgeschlossen, die Verhandlungen für Werk 2 und 3 noch nicht beendet, sagte Schuh. Es gebe allerdings Grund zum Optimismus.

Jahresumsatz: drei Milliarden Euro

Der überarbeitete Businessplan von Günther Schuh, dem e.GO-Vorstandsvorsitzenden und Inhaber des Lehrstuhls für Produktionssystematik an der RWTH Aachen, prognostiziert für 2022 einen Jahresumsatz von knapp drei Milliarden Euro. Von den 2000 zu schaffenden Arbeitsplätzen solle je ein Drittel auf Akademiker, Facharbeiter und ungelernte Arbeiter entfallen. Darin liegt besonders für Zuwanderer in der Region eine Chance. Schuh sagte, dass er bereits jetzt nach technisch begabten Menschen auch ohne Fachausbildung suche.

Bei der e.GO AG arbeiten im Moment 160 Menschen, jeden Monat würden zehn bis 15 weitere Mitarbeiter eingestellt. Der momentane Zeitplan sehe vor, dass der „Life“ ab Mitte 2018 ausgeliefert wird, sagte Schuh. Ab Mitte 2019 sollen dann die ersten Exemplare des Kleinbusses „Mover“ auf den Markt kommen, ein Jahr später schließlich der „Booster“.

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