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Autobahn 44: Grenzkontrollen eingestellt

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
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Die Kontrollen an der Autobahn 44 am Grenzübergang Lichtenbusch sind mittlerweile wieder eingestellt - die Polizei setzt auf „mobile Überwachung“. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Kontrollen am deutsch-belgischen Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch auf der Autobahn 44 sind am Donnerstag um kurz vor 14 Uhr eingestellt worden. Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte die Aachener Bundespolizei, die jüngste Lagebeurteilung habe ergeben, dass ständige Kontrollen am Grenzübergang nicht mehr erforderlich seien.

Dass dies der einzige Grund für die Beendigung der Grenzkontrollen sein könnte, darf allerdings bezweifelt werden: Denn der Bundespolizei fehlt es vor allem an Personal, im Moment möglicherweise so sehr wie noch nie.

Nach den Anschlägen von Paris am 13. November hatte die Bundespolizei vier Wochen lang eine stationäre Kontrolle auf der A44 eingerichtet - die Kontrollen nach den Anschlägen in Brüssel vergangenen Dienstag hingegen wurden nicht einmal zwei Tage lang aufrecht erhalten. Der Sprecher der Aachener Bundespolizei, Knut Paul, erklärte jedoch, dass alle Grenzübergänge in der Region weiterhin „mobil überwacht“ würden.

Die deutsche Bundespolizei wird so schnell wie möglich 250 Beamte nach Griechenland abordnen, um die griechischen Behörden bei der Registrierung ankommender Flüchtlinge zu unterstützen. Außerdem findet am Samstagabend im Berliner Olympiastadion ein Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und England statt. Angesichts der Anschläge in Brüssel wird in Berlin vermutlich eine hohe Sicherheitsstufe gelten.

Die Bundespolizei ist für die Sicherheit der Bahnhöfe und der Flughäfen auch in Berlin zuständig, es ist davon auszugehen, dass der Personalbedarf am Samstag dort besonders groß sein wird. Die nur zwei Tage dauernde Grenzkontrollen in der Region hätte die zuständige Bundespolizeiinspektion Aachen mit eigenen Kräften niemals bewältigen können.

Mehrere Aachener Beamte hatten gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass die Personallage in Aachen derart angespannt sei, dass kaum mehr als der Innendienst zu leisten sei. Für die Grenzkontrollen wurden am Dienstag deswegen Bundespolizisten aus anderen Inspektionen in Nordrhein-Westfalen nach Aachen gebracht. Diese Beamte werden nun offenbar an anderen Orten dringender benötigt als an der deutsch-belgischen Grenze.

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