Ausstellung zum Ersten Weltkrieg an der RWTH

Von: Udo Kals
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Die Macher der Ausstellung (von links): Felix Balduin, Jennifer Farber, Angelina Pils, Katharina Grannemann, Rüdiger Haude, Maren Wiederrecht, Maja Dachtera und Malte Wirthmüller. Foto: Stephan Rauh

Aachen. Der erste Mann der Aachener Hochschule ging in jenen ersten August-Tagen 1914 forsch mit den Wort voran. „Studenten, fehlt nicht! Frisch auf zur Tat!“, appellierte TH-Rektor Adolf Wallichs in einer Bekanntmachung an seine Kommilitonen und traf den Ton der Zeit.

Fast 40.000 Studenten meldeten sich in der irrationalen Euphorie der Kriegshysterie deutschlandweit zum freiwilligen Wehrdienst – rund die Hälfte aller in jenem Sommersemester eingeschriebenen Studenten. 300 Aachener TH-Studenten zogen bis 1918 in den Krieg, das Hochschulleben war nahezu lahmgelegt, nur 100 kehrten zurück.

Die Rolle der Aachener Hochschule und das „besonders schneidige Auftreten“ der Studenten, wie so mancher Zeitgenosse meinte, sind nur einer von elf Themenschwerpunkten, denen sich die am Montag im RWTH-Hauptgebäude eröffnete Ausstellung „Schock – Angst – Euphorie“ widmet. Auf neun Stellwänden und in zahlreichen Vitrinen wird der Kriegsbeginn vor allem auch in Bezug auf Aachen anhand von einordnenden Texten, Originalquellen und Exponaten wie Postkarten und Lithografien dargestellt. Die strategische Rolle der Stadt Aachen wird ebenso unter die Lupe genommen wie der Kriegsalltag, die SpionageHysterie gerade im Grenzgebiet oder auch die Erlebnisse von Aachenern an der Front.

Aus der Übung „Geschichte in der Praxis“ entstanden haben die beiden Aachener Historiker Rüdiger Haude und Katharina Grannemann mit sechs Studenten eine sehenswerte Schau zusammengestellt, die sich mit ihren Exponaten wunderbar mit dem Ausstellung „Der erste Weltkrieg – Ausbruch und Auftakt“ im Internationalen Zeitungsmuseum (Pontstraße 13) ergänzt. Geöffnet ist die kostenlose Ausstellung in Raum 130 des RTWH-Hauptgebäudes (Templergraben 55) bis zum 18. Juli montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr.

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