Außergewöhnliche Geothermie-Anlage am „Bonner Bogen”

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Bonn. Eine Geothermie-Anlage der besonderen Art sorgt im Bonner Neubaugebiet „Bonner Bogen” direkt am Rhein für das richtige Klima.

Die technische Infrastruktur sei in dieser Größe, Betriebsform und Effizienz einzigartig in Europa, teilte der Investor BonnVisio am Donnerstag in Bonn mit. „Gewöhnliche” Geothermie-Anlagen verwendeten nur die konstante Temperatur des Erdbodens von ungefähr 12 Grad Celsius, um ein Gebäude im Sommer zu kühlen und im Winter zu heizen, erklärte der leitende Ingenieur Thomas Czeremnych.

In Bonn werde die Sommerhitze aber aus den Gebäuden gezogen und ans Grundwasser abgegeben, und dort bis zum Wärmebedarf im Winter gespeichert. So lasse sich eine Effizienzsteigerung von 10 Prozent erzielen.

Insgesamt sei nur eine Stromeinheit notwendig, um 5 Energieeinheiten Wärme oder Kälte aus dem Grundwasser zu ziehen. Dadurch würden im Endausbau rund 400 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Zusätzlich ist geplant, ab 2010 zum Betrieb der Anlage nur Strom aus regenerativen Quellen zu verwenden.

Bis zu 100.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sollen auf diese Weise mit Wärme und Kälte versorgt werden. An die Anlage angeschlossen wird auch das im Bau befindliche Hotel Kameha Grand Bonn. Das Fünf-Sterne-Haus soll im November eröffnet werden.

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