Ausschreitungen bei Auftakt zu Mordprozess

Von: dapd
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Köln. Begleitet von Ausschreitungen hat am Dienstag in Köln der Mordprozess gegen zwei junge Männer begonnen.

Die beiden Angeklagten im Alter von 18 und 19 Jahren sollen im November letzten Jahres im Kölner Stadtteil Höhenhaus einen 38-jährigen Mann getötet und ausgeraubt haben.

Unmittelbar vor Prozessauftakt versuchten Brüder des Opfers, die beiden Angeklagten und ihre Anwälte im Gerichtssaal zu attackieren. Handys und Schlüssel flogen quer durch den Saal, Stühle und Schreibtische wurden umgerissen.

Erst durch den Einsatz der Wachmänner gelang es, die Ausschreitungen zu beenden. Die Brüder des Opfers wurden anschließend vom Gericht als Nebenkläger ausgeschlossen. Die Anwältin der Familie sagte, ihre Mandanten hätten beim Anblick der mutmaßlichen Mörder ihres Bruders die Nerven verloren.

Den beiden jungen Männern wird Mord aus Habgier und schwerer Raub mit Todesfolge vorgeworfen. Unter anderem sollen sie einen kiloschweren Blumenkübel auf den Kopf des Opfers fallen gelassen haben. Bei ihrer Tat sollen sie 20 Euro erbeutet haben.

Ihre Anwälte kündigten zum Auftakt ein Geständnis ihrer Mandanten an. Sie würden die Tat bereuen und seien am Boden zerstört. Nach Verlesung der Anklageschrift wurde die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen. Für den Prozess setzte das Kölner Landgericht acht Verhandlungstage an. Das Urteil soll Mitte Juli verkündet werden.

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