Ausgezeichnete Forschung: RWTH und FZ Jülich arbeiten eng zusammen

Von: Hermann-Josef Delonge
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Ausgezeichnete Forschung: RWTH-Rektor Prof. Ernst Schmachtenberg (rechts) und Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich (links), zeichneten die Jara-Forscher Jonas Riest, Carsten Funck und Mathis Bode (Mitte von links) aus. Foto: Andreas Herrmann

Jülich. Es sind die kleinen Dinge, die dabei helfen, fast schon perfekte Rahmenbedingungen noch ein bisschen besser zu machen. Welche das sein könnten, skizzierte Professor Christoph Stampfer gestern beim Festakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Jülich Aachen Research Alliance (Jara) zwischen dem Forschungszentrum (FZ) Jülich und der RWTH Aachen.

Der Physiker, wie alle Redner voller Lob für diese „vorbildliche“ und in ihrer Art „einmalige“ Kooperation zwischen einer Hochschule und einer außeruniversitärer Forschungseinrichtung, mahnte lediglich zwei Dinge an: den RWTH-Campus Melaten in Aachen lebenswerter zu gestalten und flexiblere Arbeitszeiten zu ermöglichen – sprich: weniger bürokratische Hürden aufzustellen. Denn: „Niemand von uns lässt freitags um 16 Uhr freiwillig den Stift fallen.“

Die Anregung sagt viel aus über die rund 4800 nicht-wissenschaftlichen und wissenschaftlichen Mitarbeiter, die in den sechs Jara-Bereichen arbeiten und forschen – mit einem Jahresbudget von rund 500 Millionen Euro. Als die interdisziplinäre Kooperation im Sommer 2007 aus der Taufe gehoben wurde, war sie nicht zuletzt ein Reflex auf die Gründung des Karlsruhe Institute of Technology (KIT).

Anspielungen auf diese Konkurrenz gab es beim von RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven moderierten Festakt im Forschungszentrum genug, vor allem in der Betonung der Unterschiede. Jara, so versicherten RWTH-Rekor Prof. Ernst Schmachtenberg, Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, und Walther Pelzer vom Düsseldorfer Wissenschaftsministerium, sei kein Selbstzweck, sondern arbeite strikt über Inhalte und mit dem klar formulierten Ziel, Resultate zu erzielen und diese auch publik zu machen. „Mit Jara besetzen wir die Themen der Zukunft und zeigen, dass wir es können“, sagte Schmachtenberg.

Das Ziel: Topforschung, die europa-, wenn nicht sogar weltweit konkurrieren kann. Das geschieht derzeit in den Bereichen „Brain“ (sehr vereinfacht: Hirnforschung im Hinblick auf Prävention und Behandlung), „Energy“ (nachhaltige Energieforschung), „Fame“ (Teilchenphysik und Antimaterie), „Fit“ (Informationstechnologien der Zukunft), „HPC“ (Computersimulationen mit Höchstleistungsrechnern) und „Soft“ (Forschung an Weicher Materie). RWTH und FZ bringen dabei in enger Kooperation mit Forschern und Studierenden ihre jeweiligen spezifischen Kompetenzen ein.

Das nächste große Thema wird die Behandlung und Auswertung der riesigen Datenmengen sein, die bei der Erforschung hochkomplexer wissenschaftlicher Themen anfallen. Prof. Matthias Müller (RWTH-Lehrstuhl für Informatik und IT Center) und Prof. Stefan Blügel vom Peter Grünberg Institut des FZ gaben einen Vorgeschmack auf die offensichtlich ungeheuren Möglichkeiten des geplanten „Center for Simulaton und Data Sciences“. Die Fachleute sind hocherfreut, der Laie versteht höchstens die Hälfte und ist schwer beeindruckt.

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