Ausbrecher-Prozess: OLG hebt Haftverschonung auf

Von: dpa
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Einen Blick in einen Trakt der JVA Aachen gewährt dieses Archivbild. Die Justizvollzugsanstalt steht seit dem Ausbruch zweier Insassen im Fokus der Öffentlichkeit. Foto: dpa

Aachen/Köln. Der mutmaßlichen Fluchthelfer der Schwerverbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski ist nach einem kurzem Ausflug in die Freiheit wieder im Gefängnis. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hob die Haftverschonung für den früheren Vollzugbeamten auf.

Das teilte der Verteidiger Thomas Pusch am Montag mit. Das OLG habe auf eine Beschwerde der Aachener Staatsanwaltschaft reagiert.

Der Ex-Vollzugbeamte sitzt im Aachener Ausbrecher-Prozess mit auf der Anklagebank. Er soll den beiden Schwerverbrechern im November 2009 die Türen in die Freiheit geöffnet haben. Heckhoff und Michalski hatten auf ihrer tagelangen Flucht mehrere Geiseln genommen.

Das Landgericht Aachen hatte nach Angaben des Anwalts die Haftverschonung befürwortet, da es keine Verdunkelungsgefahr mehr sah. Auch die Fluchtgefahr sei nicht mehr „in dem Maße” gegeben wie angenommen. Der Mann habe das Gefängnis unter Auflagen vorläufig verlassen dürfen. Die Familie habe 10.000 Euro Kaution aufgebracht. Nach wenigen Stunden sei der Mann wieder in seine Zelle gebracht worden bis zur endgültigen Entscheidung des OLG.

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