Ausbrecher bei Festnahme: „Froh, dass es vorbei ist”

Von: dpa
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Bei seiner Festnahme erleichtert, dass alles vorbei war: Der Aachener JVA-Ausbrecher Michael Heckhoff Foto: Polizei

Aachen. Der Aachener Gefängnis-Ausbrecher Michael Heckhoff war bei seiner Festnahme sichtlich erleichtert. Das sagte am Dienstag ein Polizeibeamter vor dem Landgericht Aachen. „Heckhoff hat spontan gesagt: "Ich bin froh, dass alles vorbei ist. Ich bin gefühlte 800 Kilometer gelaufen und habe Hunger und Durst."”

Heckhoff habe keinerlei Widerstand geleistet und sei allen Anweisungen der Polizei willig gefolgt. Die beiden Schwerverbrecher Peter Heckhoff (51) und Peter Paul Michalski (46) waren im November mit Hilfe eines Vollzugsbeamten aus dem Aachener Gefängnis getürmt. Auf ihrer Flucht hatten sie sieben Geiseln genommen.

Ein Mobiles Einsatzkommando der Polizei hatte nach Angaben des Polizeibeamten drei Tage nach dem Ausbruch erfahren, dass die Schwerverbrecher in einem Park in Mülheim an der Ruhr auf einer Bank saßen. Als die Schwerverbrecher die Polizisten bemerkten, versteckten sie sich im Gebüsch. Heckhoff sei dabei einen Abhang hinuntergerutscht und dann von einem Polizisten gefasst worden. Michalski wurde zwei Tage später geschnappt.

In der kommenden Woche soll das Gutachten über Michalskis Verhandlungsfähigkeit vorliegen. Seine Verteidiger gehen davon aus, dass er als Folge jahrelanger Einzelhaft dem Prozess nicht oder nur teilweise folgen kann.

Das Gericht wird dann entscheiden, in welchem Rahmen die Verhandlung fortgesetzt wird. Zurzeit wird nur einige Stunden lang bis Mittags verhandelt.

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