Aachen/Bonn - Auftakt der Weltklimakonferenz: Tausende Demonstranten erwartet

Auftakt der Weltklimakonferenz: Tausende Demonstranten erwartet

Von: Naima Wolfsperger
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„Kohle stoppen!“: Das Ziel von Christoph Bals und seinen Mitstreitern ist der Ausstieg. Foto: nai

Aachen/Bonn. Tausende Demonstranten werden für Samstag, 4. November, in Bonn erwartet. Unter dem Motto „Klima Schützen – Kohle stoppen!“ haben sich für die Demonstration mehr als 100 Organisationen und Entwicklungsorganisationen zusammengeschlossen.

Nicht nur aus Deutschland, aus der ganzen Welt wollen Demonstranten anreisen um die Regierungen zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Bonn (6. bis 17. November) in der Einhaltung der 2015 auf dem Klimagipfel in Paris beschlossenen Ziele unter Druck zu setzen.

Uwe Hiksch, von den Naturfreunden Deutschland, hat die Demonstration angemeldet. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Christoph Bals von Germanwatch, Anika Schroeder von Misereor, Antje Grothus von der Klima-Allianz und Molly Walsh von Friends of the Earth Europe der Demonstration in Bonn deutlich gemacht, dass sie in ihren Forderungen einen der Schwerpunkte auf NRW und das rheinische Braunkohlerevier legen.

„Der Tagebau im Rheinland ist der größte zusammenhängende CO2-Emittent in Europa“, sagt Bals und betont, dass der sozialverträgliche Kohleausstieg der erste und unabdingbare Schritt mit Blick auf die Klimaziele sei. Deutschlands guter Ruf als Vorreiter im Klimaschutz ist durch die steigenden CO2-Werte in der Bundesrepublik massiv unter Druck geraten. Global stagniert hingegen der Ausstoß des Klimagases.

„Am Kohleausstieg entscheidet sich der Klimaschutz“, sagt Bals. Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin und die Wahlversprechen der Grünen fordert er: „Dieses Ziel muss zwingend festgeschrieben werden.“

Vor der Auftaktkundgebung am 4. November ab 12 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn soll es ab 10.30 Uhr vom Verteilerkreis Köln-Süd bis nach Bonn eine Fahrraddemonstration auf der Bundesautobahn 555 geben. Die Anmeldung wurde in erster Instanz abgelehnt. „Aber wir bereiten uns gerade auf die Berufung vor“, sagt Hiksch.

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