Region - Auf Safari in den Ardennen? Das geht!

Auf Safari in den Ardennen? Das geht!

Von: Rolf Minderjahn
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Perfekt: Die Collage zeigt, was passieren könnte, wenn man im Schritttempo durch den Wildtierpark fährt. Foto: Monde Sauvage
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Das Nashorn ruht im Matsch. Im Hintergrund fährt das Safari-Wildtierparkbähnchen vorbei. Foto: Rolf Minderjahn
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Mahlzeit! Die Nilpferde haben Lust auf frisches Grün. Foto: Rolf Minderjahn

Region. Auf Safari gehen, ohne den Kontinent zu wechseln? Das geht – sogar ganz in der Nähe. Der Wildtierpark Monde Sauvage liegt nur rund 70 Kilometer von Aachen entfernt, mitten in den Ardennen.

Der Park ist nicht auf dem Reißbrett entstanden. Er ist in die wunderschöne Natur der hügeligen Landschaft am Rande des Tales der Amel (Amblève) eingebettet. Und das lässt ihn für Tier und Mensch natürlich wirken.

Wir haben uns entschieden, das Safari-Gelände, das gleich am Anfang der Route durch den Park liegt, mit dem eigenen Wagen zu durchfahren, und das hat sich wirklich gelohnt. Alternativ kann man auf dem großen Parkplatz parken und mit der Safaribahn Elefanten, Nilpferde, Giraffen, Zebras und Wasserbüffel in halbfreier Wildbahn erleben. Ein echter Hauch Afrika weht hier – mit stolzen Löwen und Geparden.

Wir sitzen bequem in unserem Auto. Plötzlich taucht ein friedlich grasendes, riesiges Flusspferd vor dem Wagen auf und blockiert die Weiterfahrt. In gemächlichem Tempo bewegen wir uns über die etwas holprigen Wege. An der Beifahrerseite grasen genüsslich zwei Zebras. Manchmal ruckeln wir hautnah an den Tieren vorbei, die sich mit uns quasi den Weg teilen und die man mit dem ausgestreckten Arm berühren könnte, was tunlichst zu vermeiden ist.

Wir stellen schließlich – nach rund 40 Minuten – den Wagen am großen Parkplatz ab und gehen wenige hundert Meter zum Besucherzentrum. Wir schauen uns zunächst an der Informationstafel die Zeiten für die Seelöwen-, Greifvogel- und Papageienshows an, die in der Saison zwei bis vier Mal am Tag stattfinden. Sie gehören zu den Höhepunkten der Monde Sauvage. Ausgerüstet mit einem Lageplan machen wir uns dann über den Fußweg auf in die Weiten dieser Tierwelt. Dutzende Wildtierarten leben hier. Seltene Exemplare wie den Amurleopard – er stammt aus Regionen in Russland und China – treffen wir hier an und den schwarzen Panther. Er ist eine der geheimnisvollsten Raubkatzen überhaupt. Neu im Park in diesem Jahr sind im übrigen die roten Pandas mit einem eigenen Gehege.

Für die rund 20 Attraktionen und Gehege – unter anderem mit den großen Wildkatzen, dem Dschungeldom mit Vogelgehege sowie dem nordamerikanischen Wald mit Wölfen, Elchen, Bisons und Waschbären zwischen typischen Tipis – muss man mit mindestens fünf Stunden rechnen. Schöner und entspannter ist es, einen ganzen Tag einzuplanen. Nach einem Blick auf den Lageplan nehmen wir den direkten Weg vorbei an den Bärengehegen.

Wir wollen zu den Affeninseln. Erstaunlich weitläufig ist deren Anlage. Wir gehen näher heran. Der Abstand ist immer noch beträchtlich, aus Sicherheitsgründen natürlich. Auf der Orang-Utan-Insel, die wie eine kleine Festung angelegt ist, scheint alles zu schlummern. Nur mit Mühe sind die scheinbar dauerrelaxten Menschenaffen zu erkennen. Zuschauer scheinen sie auch überhaupt gar nicht zu interessieren, im Gegensatz zu ihren Artgenossen auf der Nachbarinsel, den Gibbons und Lemuren. Vor allem Kinder lieben natürlich diese Affen. Gegenüber der Affeninsel werden regelmäßig Greifvogelshows angeboten.

Nun wird es aber auch Zeit für einen Blick auf die Uhr. Denn wir wollen die Seelöwenshow auf keinen Fall verpassen. Also geht’s zurück Richtung Besucherzentrum. Die Show mit neun patagonischen Seelöwen dauert rund 30 Minuten und gilt in Belgien als einzigartig.

Anschließend nehmen wir uns noch Zeit für das Vogelgehege und den Dschungeldom. Exotische Vögel können im Innengehege in der Kuppel beobachtet werden. Dort gibt es auch Reptilien, Vogelspinnen und Amphibien im Inneren des Maya-Tempels. Zwischen dem großen Spielgelände und den Gehegen der Raubtiere liegen die Außenvolieren und die Teiche mit den Wasservögeln. Der Park ist ein Kinderparadies. Ein Abenteuerpark mit kindgerechten Kletternetzen wird bald eröffnet. Und natürlich gibt es auch einen Kinderbauernhof mit Ziegen und Eseln, die „Farm der Tiere“.

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