Aachen/Würselen - Auf Ehefrau eingestochen: Anklage wegen heimtückischen Mordes

Auf Ehefrau eingestochen: Anklage wegen heimtückischen Mordes

Von: wos
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Aachen/Würselen. Vor der Schwurgerichtskammer des Aachener Landgerichts begann am Mittwoch unter hohen Sicherheitsvorkehrungen das Mordverfahren gegen den aus Würselen stammenden Lagerarbeiter Denis B. (24).

Die Anklage, vertreten durch Staatsanwalt Oliver d´Avis, wirft ihm vor, am 22. Dezember 2009 zwischen 7.22 Uhr und 7.52 Uhr seine junge Ehefrau Tamara in seinem Opel-Corsa erstochen zu haben.

Bei der gemeinsamen Fahrt habe er plötzlich gebremst und ein langes Küchenmesser aus der Kleidung gezogen. Dann habe er, so der Staatsanwalt weiter, 18 Mal auf seine Ehefrau eingestochen. Einer der Stiche drang von hinten bis ins Herz. Den Wagen stellte er auf dem Parkplatz des Würselener Krankenhauses ab und alarmierte die Polizei.

Weitere Messerattacke

Die junge Frau lebte wohl noch und wurde im Krankenhaus Marienhöhe direkt operiert - es war zu spät. Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord. Die Verteidigung mit Rechtsanwalt Dirk Bach (Eschweiler) sieht allerdings „nur” einen Totschlag.

Verbunden mit dem Verfahren vor dem Schwurgericht ist eine weitere Messerattacke, die der bereits einschlägig vorbestrafte Angeklagte am 9. März in einer Eschweiler Spielhalle verübt haben soll. Hier soll er einen Mitspieler mit einem Sprungmesser in den Bauch gestochen haben. Der Prozessauftakt war direkt nach der Anklageverlesung zu Ende und wird am 23. Juni um 9 Uhr im Aachener Landgericht fortgesetzt.

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