Auch in der Eifel ein Debakel für die Genossen

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Nicht immer herrschte am Sonntag in den Eifeler Wahllokalen ein solcher Andrang wie hier am Nachmittag in Roetgen. Uberall lag die Wahlbeteiligung deutlich niedriger als noch vor vier Jahren. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. CDU-Direktkandidat Helmut Brandt konnte sich auf „seine” Eifeler Wähler verlassen: Mit jeweils über 50 Prozent der Stimmen in Monschau und Simmerath setzte er sich klar gegen SPD-Neuling Martin Peters durch, der nur in Roetgen etwas näher an seinen christdemokratischen Gegenüber herankam. Bei den Zweitstimmen gab es fast allerorten den Bundestrend.

CDU stärkste Partei, viele „Leihstimmen” für die FDP und aufrückende Linke. In Monschau stürzten die Sozialdemokraten in Erst- und Zweitstimme um annähernd zehn Prozen ab und rutschten bei den Zweitstimmen gar unter die 20-Prozent-Marke.

Die FDP legte hier gut fünf prozent zu und liegt mit 16,6 prozewnt nur noch zwei Punkte hinter der SPD. Auch Grüne (+3,8 ) und Linke (+3,1) profitierten vom SPD-Debakel. 113 Wähler machten das zweite Kreuz bei den Piraten, die sich mit 1,52 aber dennoch im Sumpf der „Sonstigen” verlieren.

Zur Kenntnis nahmen auch die rund 30 Bürger im Simmerather Rathaus das Bundestagswahlergebnis 2009, nachdem der Bundestrend zuvor die Richtung angedeutet hatte, die sich dann auch bestätigte.

Nach einem glänzenden Auftritt bei der Kommunalwahl vor vier Wochen wurden die Simmerather Sozialdemokraten wieder in die Realität zurückgeworfen. Dagegen setzte sich CDU-Bundestagskandidat Helmut Brandt auch in der Rurseegemeinde mit 51,5 Prozent klar durch; Gegenkandidat Martins Peters blieb bei knapp 24 Prozent hängen.

Bei den Zweitstimmen musste die SPD dem Bundestrend folgen und fiel sogar unter die 20-Prozent-Marke. Die wenigen Prozente, die die CDU (knapp 43 Prozent) gegenüber den letzten Bundestagswahlen einbüßte, dürften als Leihstimmen für FDP verbucht werden, die sich mit knapp 18 Prozent auch in Simmerath als Sieger feiern ließ und in mehreren Wahlbezirken sogar die SPD überflügelte. Belächelt werden mögen die Piraten, aber immerhin vereinigten sie 146 Stimmen auf sich, und waren somit unter den „Kleinen” die Größten.

Rückstand für Martin Peters

„Genosse Trend” machte auch vor Roetgen nicht Halt: schwere Verluste für die SPD (-6,9/-8,2 Prozent, nennenswerte Verluste für die CDU (-2,0/-3,6 Prozent) und Zugewinne der drei bisherigen Oppositionsparteien, wobei die die FDP mit einem Zuwachs von 4,6 auf 16,7 Prozent den Vogel abschoss. Die Linke legte um 3,2 auf 8,3 Prozent zu, die Grünen konnten sich über einen Zugewinn von 1,5 auf 13,3 Prozent freuen.

Die Piraten ragen mit 1,9 Prozent der Zweiststimmen aus dem großen, bunten Topf der „Anderen” heraus. Aller Anfang ist schwer. Das musste der junge SPD-Kandidat Martin Peters auch in der kleinsten Kommune des Kreises erfahren. Der Rückstand auf seinen CDU-Konkurrenten Brandt betrug satte 13 Prozent.
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