Atomkraftgegner protestieren in Gronau: Urananlage blockiert

Von: dpa/mgu
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Atomkraftgegner, darunter auch das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie, hatten im Februar nachgewiesen, dass Uran aus Gronau in dem umstrittenen belgischen Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich zum Einsatz kommt und einen Stopp der Lieferungen nach Belgien gefordert. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Gronau. Mehrere Atomkraftgegner blockieren seit gestern die Zufahrt zur Urananreicherungsanlage in Gronau. Sie protestieren dagegen, dass die Anlage trotz des Atomausstiegs weiterbetrieben werden soll. Mit Heuballen, Bannern und Holzgerüsten versperrten die 15 bis 20 Teilnehmer der Aktion schon am Morgen Fahrzeugen den Weg auf das Gelände.

Mitarbeiter konnten jedoch über Fußwege zu ihrem Arbeitsplatz und wieder zurück gelangen, wie ein Polizeisprecher sagte. Zwei Demonstranten, die einen Rettungsweg blockiert hatten, seien weggetragen worden. Dieser Notzugang müsse dauerhaft freigehalten werden.

Lieferverkehr könne das Gelände derzeit nicht anfahren, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Urenco. Der Betrieb der Anlage sei aber nicht eingeschränkt.

Zwischen NRW und der Bundesumweltministerin schwelt ein Streit über den Umgang mit der Anlage. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) pocht auf die Stilllegung. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) lehnt das bislang ab. In Gronau wird Uran für die Verwendung in Atomkraftwerken vorbereitet.

Atomkraftgegner, darunter auch das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie, hatten im Februar nachgewiesen, dass Uran aus Gronau in dem umstrittenen belgischen Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich zum Einsatz kommt und einen Stopp der Lieferungen nach Belgien gefordert. Der SPD-Landtagsabgeordnete aus Aachen, Karl Schultheis, sieht das kritisch. Man könne die Energiewirtschaft in Belgien nicht gefährden.

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