Architekt muss nicht ins Gefängnis

Von: hau
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Maastricht. Ein in Sittard geborener Architekt muss nicht ins Gefängnis. Er hatte an einer der schönsten Stellen des limburgischen Hügellandes, im zu Vaals gehörenden Weiler Cottessen, ein Landhaus gekauft und zwei Polen mit der Renovierung des Dachs beauftragt.

Obwohl er wusste, dass die alte Konstruktion sehr viel Asbest enthielt, ließ er die beiden Osteuropäer ohne Schutzvorrichtungen arbeiten. Eigentlich hätte das Dach von einem zertifizierten Betrieb unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen entfernt werden müssen. Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten gefordert, drei davon zur Bewährung ausgesetzt und dies damit begründet, dass der Auftraggeber auch die Umgebung des Heuvellandes gefährdet habe.

Dies sah das Gericht in Maastricht jedoch unzureichend als bewiesen an und erlegte dem Architekten eine Bewährungsstrafe von zwei Monaten und 180 Sozialstunden auf. Asbest kann auf lange Sicht bei Menschen Krebs hervorrufen, der Gebrauch des oft zur Dämmung eingesetzten Fasermaterials ist in den Niederlanden seit den 90er Jahren verboten.

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