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„Arabische Nacht“: Lebensfreude soll rüberkommen

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Und hoch die Leuchtschwerter: So sieht es aus, wenn ein YouTube-Hit unter professionellen Bedingungen entsteht. (Bild oben) Am Set hochkonzentriert: Regisseur Shawn Bu. (Bild links)

Aachen. Studentin Imen ElAmouri stammt aus Tunesien und will den Aachenern zeigen: Arabische Kultur hat mehr zu bieten als strenge Koranlehre. Deshalb hat sie eine „arabische Nacht“ im Humboldt-Haus der RWTH organisiert.

WirHier: „1001 Arabian Nights“ fand am Donnerstag erstmalig statt. Es waren auch viele Flüchtlinge anwesend. Wie bist du auf die Idee gekommen?

ElAmouri: Ich bin in Tunesien aufgewachsen und habe dort die arabische Kultur kennengelernt. Weil ich weiß, dass Arabischsein nicht nur etwas mit strenger Koranlehre zu tun hat, sondern auch eine sehr fröhliche, lebenslustige Facette hat, habe ich diesen Abend organisiert. Hier gibt es besonderes Essen und Musik.

WirHier: Mit der Aktion wollt ihr auch mit Vorurteilen aufräumen.

ElAmouri: Viele denken, dass Araber nicht so viel Spaß haben. Das stimmt aber nicht. Tunesien zum Beispiel ist ein sehr buntes Fleckchen Erde. Sie haben so viel Lebensfreude, dass das manchmal für die Deutschen zu viel ist, weil sie sofort mit allen Menschen tanzen wollen.

WirHier: Seit wann bist du in Deutschland?

ElAmouri: Als ich 15 Jahre alt war, sind wir zu meinem Vater nach Deutschland gezogen, weil er hier eine berufliche Perspektive für uns gesehen hat.

WirHier: Fühlst du dich in Deutschland oder in Tunesien zu Hause?

ElAmouri: Hier in Deutschland fühle ich mich zu Hause, aber ich bin auch gerne in Tunesien, um wieder Energie aufzutanken, weil ich die Wärme dort sehr gerne mag.

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