Anwalt sieht sich durch Senioren-Ticket diskriminiert

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Ein 51-jähriger Düsseldorfer sieht sich wegen seines Alters durch das Seniorenticket der Rheinbahn diskriminiert.

Der Rechtsanwalt hat daher das Unternehmen verklagt und verlangt, ebenfalls ein solches preisgünstiges Ticket für den Nahverkehr zu bekommen, dass die Rheinbahn allen mindestens 60-Jährigen anbietet. Das Düsseldorfer Amtsgericht hat den Fall am Dienstag verhandelt.

Der Kläger sieht die Altersgrenze von 60 Jahren als „willkürlich und ungerecht” an. Schließlich sei 60 Jahre nicht das offizielle Rentenalter und könne daher auch nicht mit einem niedrigeren Einkommen der Bezieher gerechtfertigt werden, wie dies etwa beim Schülerticket der Fall sei. Der Anwalt sieht daher einen Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Die Rheinbahn wies den Vorwurf der Willkür zurück: Die Marktforschung habe gezeigt, dass nur noch 13 Prozent der über 60-Jährigen berufstätig seien. Diese Zielgruppe habe man bewusst ansprechen wollen, um die Auslastung der Busse und Bahnen zwischen 9 und 12 Uhr zu verbessern. Das Gericht will sein Urteil am 11. Mai verkünden.

Die Homepage wurde aktualisiert