Aachen/Roetgen/Handeloh - Anklage gegen Aachener: Massenrausch in Handeloh wegen Drogenmix?

Anklage gegen Aachener: Massenrausch in Handeloh wegen Drogenmix?

Von: dpa/ela
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Notfalleinsatz in Handeloh
Nach dem Drogenrausch kam es zu einem großen Rettungseinsatz auf dem Gelände des Heilpraktikertreffens. Foto: dpa

Aachen/Roetgen/Handeloh. Der Massenrausch bei einem Heilpraktikerseminar im niedersächsischen Handeloh ist möglicherweise auf einen gefährlichen Drogenmix zurückzuführen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe.

Demnach könnten die 27 Teilnehmer außer dem Halluzinogen 2C-E auch die beigemischte psychoaktive Substanz DragonFly konsumiert haben. Bei Überdosierung könne DragonFly zu Komplikationen bis hin zum Tod führen, heißt es in dem Bericht. „Es sollen 270 Milligramm 2C-E an die Teilnehmer verteilt worden sein. In einer nicht bekannten Menge soll laut Anklage auch DragonFly zur Verteilung gekommen sein“, sagte ein Sprecher des Landgerichts Stade dazu.

Die Teilnehmer des Seminars waren am 4. September 2015 mit Wahnvorstellungen, Krämpfen und Herzrasen in verschiedene Kliniken gebracht worden. In zwei Kapseln wurde anschließend die verbotene Psychodroge 2C-E nachgewiesen, wie die Behörden mitteilten.

Beschuldigt werden der 52 Jahre alte Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Stefan S. aus Roetgen und seine 48-jährige Ehefrau, die Heilpraktikerin Anja W. Sein Mandant habe von der verhängnisvollen Beimischung nichts gewusst, sagte Verteidiger Rüdiger Deckers dem „Spiegel“. Den Besitz von LSD habe er allerdings eingeräumt, bestätigte der Anwalt.

Wann der Prozess vor dem Landgericht Stade beginnt, ist nach Angaben des Sprechers noch offen. Dem Angeklagten wird nach Angaben des Gerichts Drogenbesitz und Überlassung vorgeworfen, bei der Frau gehe es nur um die Abgabe. Ermittlungsverfahren gegen die Teilnehmer waren eingestellt worden.

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