Amokläufer mit Verfolgungswahn kommt dauerhaft in Psychiatrie

Von: dapd
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Düsseldorf. Bei seinem Amoklauf am Düsseldorfer Hauptbahnhof schoss ein Waffensammler im Mai 2011 auf Polizisten und Passanten und verletzte eine Geisel lebensgefährlich.

Am Mittwoch ordnete das Düsseldorfer Landgericht die dauerhafte Unterbringung des psychisch kranken 48-Jährigen aus Bochum in der geschlossenen Psychiatrie an. Er sei eine Gefahr für die Allgemeinheit, sagte der Vorsitzende Richter. Mit seiner Entscheidung folgte das Gericht dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Der arbeitslose Waffenfan hatte nach einer Polizeikontrolle auf mehrere Beamte und Passanten gefeuert und anschließend eine junge Studentin als Geisel genommen. Der 22-Jährigen schoss er später aus kürzester Distanz in den Hinterkopf, sie überlebte mit lebensgefährlichen Verletzungen. Staatsanwältin Britta Schreiber sagte, die Frau habe „unfassbares Glück” gehabt.

Eine Gutachterin attestierte dem Angeklagten schwere psychische Probleme, Psychosen und Verfolgungswahn. Nach Einschätzung der Expertin müsste jederzeit mit ähnlichen Taten gerechnet werden.

Der 48-Jährige selbst hatte angegeben, er hätte insgesamt sechs Waffen in Düsseldorf zur Reparatur in ein Fachgeschäft bringen wollen. Bei der Polizeikontrolle habe er Angst bekommen und deshalb geschossen.

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