Am Brückenkopf-Park sind nun Zimmer frei

Von: Volker Uerlings
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Vom Krähennest 15 Meter unter der Decke per Rutsche und Schussfahrt nach unten: Das ist die räumlich gesehen größte Attraktion im neuen Energieerlebnis-Pavillon am Brückenkopf-Park Jülich. Foto: Uerlings

Jülich. Der Brückenkopf-Park in Jülich hat viele treue Fans: Seit der Landesgartenschau 1998 haben über drei Millionen Menschen das Gelände besucht. Mit der neuen Saison ändert sich einiges. Ab Samstag hat die Freizeiteinrichtung eine wetterunabhängige Attraktion.

Der Energieerlebnis-Pavillon wird Samstagvormittag eröffnet und vereint spektakuläre und unscheinbar wirkende knifflige Spielstationen unter einem Dach. Einen neuen Haupteingang gibt es obendrein.

Alle Veränderungen gehen auf einen großen Neubaukomplex gleich neben der Skaterbahn zurück, der fälschlicherweise in und um Jülich „Jugendgästehaus“ genannt wird. Falsch ist an der Bezeichnung eigentlich alles, denn es ist ein schmuckes Gästehaus für alle Altersklassen, und die dreigeschossige Herberge ist nur ein Drittel des Gesamtkomplexes. Die anderen beiden Teile bilden der Energieerlebnis-Pavillon und eine feste Bleibe für die Parkverwaltung mit großen Tagungsräumen.

Eine politische Mehrheit in Stadt und Kreis hegt die Hoffnung, dass der neue Komplex dem Brückenkopf-Park zu besseren Besucherzahlen verhilft, denn die Freizeiteinrichtung ist für Jülich ein Zuschussgeschäft. Jeder weitere Gast reduziert die Subventionen. Der neue Pavillon soll auch Gäste bei durchwachsener Witterung locken, da die Schlechtwetterphasen bislang das größte Handicap darstellten. JuFa zahlt zudem für jeden Herbergsgast einen Obolus an den Park. Nach Einschätzung der Geschäftsführung besteht ein Potenzial von bis zu 27.000 Übernachtungen – mittelfristig. Die ersten Zahlen haben die Verantwortlichen positiv überrascht. Knapp 2400 Übernachtungen gab es in der Test- und Vorlaufphase.

Der Pavillon mit „Skywalk“, Krähennest, großer Rutsche, kleiner Kletterwand, einer Handkurbel-Autorennbahn und vielem mehr hat sicher das Zeug, junge Gäste zu begeistern. Die Feuertaufe erfolgt am Samstag bei der Eröffnung und dem „Tag der offenen Tür“ im gesamten Komplex. Die Nutzung des Pavillons ist an den Eintritt in den Park gekoppelt. Die Eintrittspreise wurden leicht erhöht: Erwachsene zahlen 5,30 Euro, Kinder über einem Meter Körpergröße 3,50 Euro, kleinere Kinder nichts.

Mit 8,1 Millionen Euro war die Gesamtinvestition angesetzt, an der sich die öffentliche Hand erheblich beteiligt hat und dafür auch Kritik einstecken musste. 2,5 Millionen Euro haben Stadt Jülich und Kreis Düren aus Mitteln des Konjunkturpakets II beigesteuert, eine halbe Million die Entwicklungsgesellschaft Indeland. Der Privatinvestor, der dem Gästehaus seinen Namen gibt, beteiligte sich mit 2,7 Millionen Euro: die Jugend & Familiengästehäuser Holding GmbH aus Graz, die über 40 Häuser in Europa betreibt.

Das ist „die JuFa“ – und die neue Herberge heißt kurz „JuFa Jülich“. Die Finanzierungslücke hat indirekt auch die öffentliche Hand gedeckt: 2,4 Millionen Euro übernahmen die Stadtwerke Jülich per Sponsoringvertrag, zu dem die Stadt als Alleingesellschafter ihren Segen gab.

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