Alsdorfer Häftling nimmt sich das Leben

Von: gego
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Zelle JVA
Blick in eine Zelle der JVA-Düsseldorf. Ein 48 Jahre alter Mann aus Alsdorf hat sich hier das Leben genommen. Foto: Oliver Berg/dpa

Alsdorf/Düsseldorf. Ein 48 Jahre alter Mann aus Alsdorf hat sich in der Untersuchungshaft in der JVA Düsseldorf das Leben genommen. Während eines Streits am 3. Februar hatte er seine damals 46 Jahre alte Frau in der gemeinsamen Wohnung in Alsdorf-Hoengen erwürgt.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Anklage gegen den 48-Jährigen nahezu fertiggestellt, der Prozess gegen ihn sollte in Kürze beginnen.

Die zuständige Düsseldorfer Staatsanwaltschaft teilte am Montag auf Anfrage unserer Zeitung mit, der 48-Jährige sei zu keiner Zeit als suizidgefährdet eingestuft worden. Er habe im Gegenteil als „recht stabil“ gegolten. Während der U-Haft sei er intensiv psychologisch betreut worden, für die Psychologen sei die Nachricht vom Tod des Mannes „völlig überraschend“ gekommen. Er hatte sich am 3. Juni das Leben genommen, auf den Tag vier Monate nachdem er seine Frau getötet hatte.

In einer Vernehmung hatte der 48-Jährige kurz nach der Tat angegeben, seine Frau habe ihm während des Streits am 3. Februar eröffnet, ihn endgültig verlassen zu wollen. Zurückbleibt nun ein minderjähriger Sohn, der sich während der Tat in der Wohnung befunden hatte. Er lebt seit dem Tod der Mutter bei Verwandten. Ein Vormundschaftsgericht wird nun darüber entscheiden, wer auf Dauer für den Jungen zuständig sein wird.

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