Alle öffentlichen Verkehrsmittel bald in einer App

Von: gego
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Eine App soll alles erleichtern: Eine Forschungsgruppe möchte das Reisen für Bürger der Region einfacher machen. Symbolbild: Thalia Engel Foto: Thalia Engel/dpa

Aachen/Düren/Heinsberg. Wenn alles so kommt, wie es der Imagefilm suggeriert, wird der sogenannte Mobility Broker von Aseag und AVV zum Alptraum. Denn im Film dauert die Anreise zum Aachener Hauptbahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Leihautos und -fahrrädern aus Aachen genau so lange wie aus Osnabrück.

Der Unterschied ist, dass der Bahnreisende aus Osnabrück völlig entspannt ankommt, wohingegen die drei aus Aachen zum Hauptbahnhof Gereisten völlig abgehetzt sind, jedenfalls in diesem Film, der eigentlich eine Werbung sein soll. Gütiger Himmel.

Eine Forschungsgruppe bestehend aus dem öffentlichen Aachener Busunternehmen Aseag, der RWTH, der regionalen Informationstechnologie-GmbH Regio IT und anderen hat am Mittwoch ein an sich wegweisendes Verkehrsprojekt vorgestellt. Während der vergangenen 33 Monate forschten die Beteiligten an einer App, die den Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs in der Region Aachen, Düren, Heinsberg das Leben gehörig erleichtern soll.

Mit der App werden Kunden kurze Fahrten oder längere Reisen vom Smartphone aus planen und bezahlen können, die Anwendung kombiniert Bus-, Bahn-, Fahrrad- und Auto-Sharing-Angebote in der ganzen Region. Technisch ist das unter anderem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt abgeschlossen, bis Anfang 2017 sollen nun die für das Funktionieren der App notwendige Verwaltung und der Service aufgebaut werden. Bezahlen wird man entweder über QR-Code oder mittels einer Mobilitätskarte, auch in diesem Bereich sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen.

Dass das Bundeswirtschaftsministerium zwei Millionen Euro für ein solches Forschungsprojekt zur Verfügung stellt, hat wenig mit Mildtätigkeit zu tun, wie Ministeriumsmitarbeiter Christian Liebich bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse gestern in Aachen erklärte. Sondern mit dem Kalkül, endlich mehr Menschen zur Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu bringen. Aseag-Vorstand Michael Carmincke sagte, dass im Raum Aachen lediglich 15 bis 20 Prozent aller Fahrten mit Bus und Bahn absolviert würden.

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