Aldenhovener Band Camarel ist unterwegs auf der Überholspur

Von: ansc
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Stolz präsentieren sie im Aachener Jakobshof ihr erstes Album: Die Nachwuchsband Camarel aus Aldenhoven will auch in diesem Jahr durchstarten.

Aldenhoven. Es gibt Musik-Bands, die stoßen zu einer bestimmten Zeit an ihre Grenzen. Irgendwann geraten sie an den Punkt, an dem sie realisieren, dass sie nicht viel weiter kommen können. Und dann gibt es junge Musiker, die sich zweimal pro Woche mit dem Ziel treffen, gemeinsam Musik zu machen. Sonst nichts. Und während sie in ihrem Proberaum spielen, merken sie gar nicht, wie gut sie eigentlich sind. Die Rock- und Popband Camarel aus Aldenhoven gehört zur letztgenannten Sorte.

Ende 2011 beschlossen die vier Freunde Michelle Kuban, Joel Braun, Michael Heidmann und Stefan Engels, eine Band zu gründen. Dass sie damit bereits die erste Seite eines Bilderbuches aufgeschlagen hatten, konnten sie damals noch nicht ahnen.

Doch die Geschichte der vier Hobbymusiker liest sich tatsächlich wie eine kleine Erfolgsstory. Anfang 2012 wagten die vier, die sich allesamt von ihrer alten Schule kennen, den Schritt, öffentlich aufzutreten. Ganze drei Songs hatten sie damals im Gepäck. Nicht viel, mag der Außenstehende da sagen. Doch sie reichten, um ein wenig auf sich aufmerksam zu machen.

Um eine erste Reaktion des Publikums auf ihre selbst geschriebenen Songs zu erhalten. Mit Vorfreude, aber auch mit einer gehörigen Portion an Nervosität stellten sie sich beim CAP Music Contest in Baesweiler, beim Battle of the Bands in Übach-Palenberg und beim Rock Am Pool Bandcontest in Eschweiler vor.

Sofort der erste Platz

Es waren ihre ersten Contests. Und es dauerte nicht lange, da war klar: Diese Band versteht es, das Publikum und die Jury schnell auf ihre Seite zu ziehen. Bei allen drei Bandcontests holte Camarel den ersten Platz. „Das war jedes Mal ein überwältigendes Gefühl“, schwärmt Sängerin Michelle Kuban heute noch. „Damit hatten wir einfach nicht gerechnet“, sagt die 20-Jährige.

Mit überwältigenden Momenten kennt die Band sich spätestens seit Sommer 2012 aus. Für zwei Wochen ging es damals nach Polen. Auf Tour. Michelle Kubans Vater kommt aus Polen und ist selbst Musiker. So nahm er die vier gleich mit in die Heimat und ermöglichte ihnen ein paar Auftritte. „Es kann sicher nicht jede junge Band von sich behaupten, in Polen auf Tour gewesen zu sein“, sagt Joel Braun.

Nahe der Grenze zur Slowakei trat Camarel auf verschiedenen Marktplätzen auf. Zwischen 500 und 1000 Leute schauten und hörten ihnen zu. Ihre Musik kam bestens an, inzwischen haben die vier sogar einige polnische Fans. „Wenn du in einem fremden Land vor unbekannten Leuten deine Songs spielst und die auch noch gut ankommen, ist das ein richtig gutes Gefühl. Die Tour durch Polen hat uns Mut gegeben“, sagt Michael Heidmann.

Obwohl sich Camarel quasi von Beginn an auf der Überholspur befindet, erlebt man die vier jungen Musiker als äußerst bodenständige Menschen. Ihr größter Wunsch: „Einfach so lange es geht gemeinsam Musik machen“, sagt Joel Braun. Kein Platz für große Träume? Nicht ganz: „Ich persönlich träume davon, irgendwann einmal vor richtig vielen Leuten aufzutreten und zu erleben, dass das Publikum unsere Songs mitsingt“, sagt Sängerin Michelle Kuban.

Erstes eigenes Album

Ein Stück sind die vier diesem Traum bereits näher gekommen. Ende 2013 veröffentlichten sie ihr erstes Album. Die zwölf abwechslungsreichen Songs präsentierten sie kürzlich im Aachener Musikbunker. „Die Resonanz war super“, sagt Kuban. Ihre neuen Songs wollen sie in diesem Jahr bei möglichst vielen Auftritten spielen. Zwischen 30 und 35 Auftritte zählte die Band im vergangenen Jahr. „Wir würden uns nicht beschweren, wenn es 2014 noch ein paar mehr würden“, lacht Michael Heidmann.

Wer die vier Musiker einmal live sehen will, hat am kommenden Freitag, 14. Februar, ab 20 Uhr die Möglichkeit, sich von der jungen Band zu überzeugen. Bei der „Live Music Night“ im Charly Brown, Liebigstraße 21, 52070 Aachen, wird Camarel erneut versuchen, das Publikum mitzureißen. Weitere Infos zur Band, ihren Auftritten und zum Album, das für zehn Euro erhältlich ist, gibt es im Netz unter www.camarel.de.

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