AKV-Sitzung ohne Beckers?

Von: Manfred Kutsch
Letzte Aktualisierung:
Jürgen Beckers
Jürgen Beckers wird aller Voraussicht nach doch bei der Verleihung des Ordens wider den Tierischen Ernst als Moderator zur Verfügung stehen.

Aachen. Es ist wie in seinem Bühnenprogramm: Der Alsdorfer Comedian Jürgen Beckers schwankt derzeit zwischen Himmel hochjauchzend und zu Tode betrübt - zwischen dem großen Erfolg mit seinem Soloprogramm im WDR-Fernsehen am vergangenen Samstag und dem Aachener Karnevalsverein (AKV).

Zunächst einmal: Der 46-jährige Griechisch- und Lateinlehrer verbuchte mit seiner 60-minütigen Sendung zu später Stunde um 23.15 Uhr eine glänzende Quote von 15,3 Prozent und wurde damit WDR-Tagessieger. 550.000 Zuschauer blieben bundesweit fast ohne Schwankungen seiner Show treu. Zum Vergleich: Kultkabarettist Ludger Stratmann feierte zuvor, um 21.45 Uhr, seine 100. Sendung unter anderem mit Ingolf Lück und Jürgen von der Lippe und musste sich mit zwölf Prozent Marktanteil und lediglich 150.000 Zuschauern mehr begnügen.

„Ich kann es gar nicht glauben”, reagierte Beckers ungewohnt wortkarg - und hofft nun auf eine zweite Sendung. Sein Regisseur Claus Schmitz hatte für die Quote in einem Dritten Programm zu so später Stunde nur ein Wort: „Sensationell.”

Weniger erfreulich ist die Situation, der Beckers als Moderator der Fernsehsitzung „Wider den tierischen Ernst” entgegensteuert - der Kabarettist ist am vorgesehenen Abend, Samstag, 28. Januar 2012, bei zehn anderen närrischen Veranstaltungen als Büttenredner gebucht.

Hintergrund: Erstmals rückte der Aachener Karnevalsverein (AKV) den Termin seiner Festsitzung um eine Woche vor - also drei Wochen vor Karneval. Beckers: „Den angestammten Platz zwei Wochen vor den närrischen Tagen habe ich mir frei gehalten. Doch die anderen Wochenenden sind in den langfristig abgestimmten Verträgen restlos ausgebucht.”

Veranlasst worden war die Verschiebung noch vom alten Präsidenten Horst Wollgarten, dem die zeitgleiche Verleihung der Goldenen Kamera stets ein Dorn im Auge war, weil es einen Großteil der Promigäste eher in die Berliner Ullsteinhalle zog als ins Aachener Eurogress.

„Wir müssen mit dieser terminlichen Vorgabe jetzt leben”, räumt AKV-Präsident Werner Pfeil seine Zwickmühle ein und hofft, „dass wir eine Lösung mit Jürgen Beckers hinbekommen”. Doch dem schwant Böses: „Vor allem die Kölner Veranstalter hätten für eine Absage wenig Verständnis.” Dies freilich ist derzeit nicht das einzige Problem des AKV, der immer noch keinen Ritter gefunden hat: „Der Elferrat arbeitet in Ruhe einen Personenkreis ab, den er auf seiner Liste hat”, sagt Pfeil. Das brauche halt seine Zeit: „Wir können ja nicht Anfragen parallel starten.” Dennoch rechnet er mit einer baldigen Entscheidung.
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