AKV: Guttenberg sagt ab

Von: Manfred Kutsch
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Guttenberg
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Foto: dpa

Aachen. Jetzt ist es definitiv. Der diesjährige Ordensritter „Wider den tierischen Ernst” Karl-Theodor zu Guttenberg, hat seine Teilnahme an der Festsitzung des Aachener Karnevalsvereins (AKV) am 19. Februar abgesagt.

„Zu meinem aufrichtig größten Bedauern wird die jetzt absehbare Lage in Afghanistan es mir unmöglich machen, die so ehrenvolle Auszeichnung persönlich entgegen zu nehmen”, begründete der derzeit im politischen Sturm stehende Verteidigungsminister seinen Schritt. „Die Absage ist natürlich schmerzlich, aber wir müssen sie akzeptieren”, reagiert AKV-Präsident Werner Pfeil und weist darauf hin, dass zu Guttenberg „unser Ritter 2011 bleibt”.

Er werde von einem Knappen vertreten, den zu Guttenberg auswählen würde. Ordenskanzler Freiherr von Heereman äußerte, er habe „in der augenblicklichen Situation Verständnis dafür, dass er in Berlin an Bord bleiben muss”.

Die Ordenssitzung am 19. Februar fällt in eine für Guttenberg politisch schwierige Phase. Geöffnete Soldatenpost, Meuterei auf der Gorch Fock und ein ungeklärter Todesfall in Afghanistan sind Ereignisse, die Unruhe in die Bundeswehr gebracht haben. Ein Karnevalsauftritt in Aachen passt derzeit nicht in die angespannte Lage.

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